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Eine Arbeitsgruppe diskutiert Ideen und Vorschläge der Bewohner.

Planungswerkstatt zum Schorfheideviertel

2. Werkstatt vom 27. bis 30. März 07
Februar 2007

Durch S-Bahn und Tram gut erschlossen und mit zahlreichen sozialen und kulturellen Angeboten unmittelbar an der Grenze zu Brandenburg hat das Schorfheideviertel eigentlich eine sehr gute Stadtrandlage. Dennoch müssen einige Wohnblöcke abgerissen werden. Das Quartiersmanagement Marzahn Nordwest lud daher am 5. und 6. Februar 2007 Bewohner und Akteure des Viertels sowie Vertreter/innen von Initiativen und Vereinen ein, in einer Planungswerkstatt die Gestaltung ihres Kiezes selbst in die Hand zu nehmen.
Schnell entstand bei den mehr als 50 Teilnehmern eine arbeitsintensive Atmosphäre. Alle brachten an den beiden Tagen ihre Ideen und Wünsche aktiv ein – mündlich, schriftlich und zeichnerisch.

Auf dem Areal zwischen Schorfheider, Golliner und Kölpiner Straße sollen noch in diesem Jahr zwei Elfgeschosser und später zwei unsanierte sechsgeschossige Gebäude rückgebaut werden. Ziel der mehrstufigen Planungswerkstatt war es, kurzfristig überzeugende Lösungen für die Umgestaltungen im Viertel zu finden. Anwohner und Akteure aus den Initiativen haben gemeinsam mit Planern, Vertretern des Bezirksamts und des Quartiersmanagements neue Ideen zusammengetragen.

Die Vorschläge umfassten ein breites Spektrum unterschiedlicher Nutzungen wie z. B. neuer Wohnungsbau (Einfamilienhäuser), ein Jugendhotel, ein Badesee, Garagen, ein Internet-Café, Haustierhaltung (Kleintierhof), Nutzung von Tieren für sozialen Kontakt, ökologischer Landbau, Mietergärten, Hundeplatz, Einkaufsmöglichkeiten, ein Sinnes- oder ein Kinderkräutergarten, ein Schulgarten oder ein Garten nach asiatischem Vorbild (Bezug zur vietnamesischen Kultur).

Ein Schwerpunkt der Ideen lag auf der Schaffung von Angeboten für Jugendliche und Kinder, die z. B. der Vorbereitung auf das Berufsleben oder der Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau dienen könnten. Es gab Angebote von Vereinen und Schulen, sich aktiv an der Umsetzung der Ideen zu beteiligen und langfristig die Flächen zu nutzen. Darüber hinaus kamen Anregungen im Hinblick auf generationsübergreifende Angebote, aktive Freizeitgestaltung, Mieterbindung oder private Nutzung der Flächen (Freizeit/Hobby).

Es gab auch Gespräche in den anliegenden Wohnhäusern. Die meisten der Befragten waren zufrieden mit der Wohngegend. Erwachsene und Ältere bevorzugen die Ruhe und das Grün im Umfeld, Jugendliche und Kinder wollen eher aktive Nutzungen, loben aber ebenfalls die ruhige Stadtrandlage.
In kleinen Arbeitsgruppen wurden Einzelthemen hinsichtlich des Ortes vertieft, neue Raumbezüge nach dem Abriss einzelner Wohnhäuser gezeichnet, die Stadtrandlage auf zukünftige Nutzungsangebote hin untersucht, soziokulturelle Verknüpfungen dokumentiert sowie Ideen zur Raumaneignung und die Schaffung von Produktivräumen geplant.

Mit der zweitägigen Auftaktveranstaltung wurde eine gute Basis für die zweite große Planungswerkstatt gelegt. In einer Woche öffentlichen Planens und Diskutierens soll dann ein gemeinsames Nutzungskonzept erarbeitet werden, das die besten Ideen und Wünsche für eine bau- und finanzierbare Neugestaltung der Freiflächen beinhaltet. Das gemeinsam erarbeitete Ergebnis wird dann im Sommer und Herbst 2007 in den ersten Abschnitten gebaut.

2. Planungswerkstatt:
Dienstag bis Freitag, 27 bis 30. März 2007 von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr
in den Räumen von JaKuS, Kölpiner Straße 1, 12689 Berlin


Von: Quelle, Foto: Gruppe F / ts redaktion für die Planungswerkstatt Schorfheidestraße, bearb.: R. Friedrich

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