Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

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Zwei Sechsgeschosser und zwei Elfgeschosser sollen rückgebaut werden im Schorfheideviertel.

Infoveranstaltung zum Stadtumbau in Marzahn NordWest

Diskussionen über Rückbau von Wohnblocks
Februar 2007

Zu einer Infoveranstaltung über weitere Vorhaben im Rahmen des Stadtumbau Ost im Stadtteil hatte die Mieterinitiative Marzahn NordWest am 1. Februar ins Nachbarschaftshaus „Kiek in“ eingeladen.
Im Podium saßen Wolf Schulgen von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Norbert Lüdtke, Stadtrat für ökologische Stadtentwicklung, Christiane Höhne und Matthias Bahlo von der WBG sowie Petra Oelsner vom Bewohnerbeirat.

Die ersten Fragen aus dem Publikum betrafen die Klandorfer Straße. Dort hatten die Mieter kurz vor Weihnachten erfahren, dass ihre Häuser saniert werden, der südliche Bereich in diesem Jahr, der nördliche Bereich 2008. Allerdings nur in begrenzter Form: Dächer, Fenster, Treppenhäuser und Eingänge werden erneuert, Stränge saniert und die Bäder modernisiert. Es erfolgt keine Wärmedämmung, nur die Abdichtung der Fugen, es werden keine Fahrstühle angebaut und auch nicht die Balkone erneuert. Die Mieter fürchten Mieterhöhungen, doch Matthias Bahlo versprach auch nach den Bauarbeiten „eine 3 vor dem Komma“. Außerdem würden bei Wohnungsbegehung individuell alle Maßnahmen abgesprochen.

Die Diskussionen entzündeten sich dann um den Rückbau an der Schorfheider Straße 2/4 und 10/12, der Golliner Straße 45/49 und Kölpiner Straße 13/23.
Besonders die Mieter der Sechsgeschosser verstehen nicht, warum diese weg müssten und dafür nicht Elfgeschosser rückgebaut würden. Die Vertreter der WBG begründeten die Entscheidungen mit finanziellen Zwängen, für 2007/2008 stünden nur noch 13 Mio. Euro zur Verfügung. Außerdem ließen sich ohne Fahrstuhl die fünften und sechsten Etagen der Häuser kaum noch vermieten, so Christiane Höhne.  
Ein weiterer Kritikpunkt der Bewohner war, dass ihnen nicht adäquate Wohnungen im Stadtteil angeboten werden, da die überwiegende Mehrzahl in NordWest wohnen bleiben möchte.

Vertreter des Bewohnerbeirats fürchteten, dass weiterer Abriß das Image des Kiezes nicht befördert. Sie wollen noch mal mit der Senatorin über das Vorhaben reden, immerhin hätten sie auch bei den Ahrensfelder Terrassen 35 Wohnungen vor der Abrissbirne retten können. Aber dazu müssten sich mehr Bewohner stark machen und sie appellierten an die Besucher, sich in der Mieterschutzinitiative zu engagieren, die sich wieder am 22. Februar, 17.30 Uhr, im Nachbarschaftshaus „Kiek in“, Rosenbecker Straße 25/27, 12689 Berlin, trifft.

Zur Nutzung der entstehenden Freiflächen im Schorfheideviertel gab es eine erste Planungswerkstatt, eine zweite findet vom 27. bis 30. März, 10 bis 18 Uhr, bei JaKuS, Kölpiner Straße 1, 12689 Berlin, statt.


Von: Text/Foto: R. Friedrich

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