Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

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Wie weiter mit den Ringkolonnaden?

Bürgerforum am 5. Mai in Marzahn
Mai 2006

Der Raum im Jugendklub war bis auf den letzten Platz besetzt, so viele Bewohnerinnen und Bewohner waren gekommen, um mit dem Bezirksbürgermeister von Marzahn-Hellersdorf, Dr. Klett, dem Bezirksstadtrat für ökologische Stadtentwicklung, Dr. Niemann, dem Geschäftsführer der WBG Marzahn mbH/DEGEWO, Herrn Bielka und dem Leiter der Abteilung IV bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Herrn Schulgen, über die weitere Entwicklung der Ringkolonnaden zu sprechen.

 

Für Stadtrat Niemann ist das Projekt eine neue Herausforderung, denn es muss die Frage geklärt werden, was nach dem beschlossenen Abriss von 600 Wohneinheiten mit den frei werdenden Flächen geschieht. Das Quartier verfügt über ein gut erschlossenes Zentrum und hat durchaus Potential für eine Weiterentwicklung. Herr Becker, der als Experte von urbanPlan das Gebiet untersuchte, stellte einige mögliche Varianten vor, die vom Rückbau bzw. Teilabriss eines Gebäudeflügels bis hin zum umfassenden Rückbau der südlichen Ringkolonnaden und umliegender Wohngebäude reichten.
Die Idee, anstelle der jetzigen Bebauung beispielsweise Reihenhäuser entstehen zu lassen, fand wenig Zustimmung. Stattdessen wurde u.a. die Vorstellung geäußert, dass ein Teilrückbau wie bei den Ahrensfelder Terrassen interessant wäre. Auch von den Marktbetreibern wurden Anforderungen an eine zukünftige Nutzung des Bereichs in ihrem Sinne eingebracht.

 

Doch es bleibt nach wie vor ein Problem, Investoren für die leeren Gewerberäume zu finden. Nur mit den Freien Trägern, die dort angesiedelt sind, lässt sich keine langfristige Perspektive aufbauen, da deren Finanzierung unsicher ist. Es zeigt sich, dass der Bau der Plaza zur heutigen schlechten Situation der Ringkolonnaden wesentlich beigetragen hat, wie Bürgermeister Klett betonte. Eine Zukunft für die Kolonnaden als Gewerbekomplex könne er nicht erkennen.

 

Bezirk und Senatsverwaltung werden nun prüfen, wie eine weitere städtebauliche Entwicklung für den Bereich Ringkolonnaden aussehen könnte und wie mit Mitteln des Programms Stadtumbau Ost eine Aufwertung zusammen mit den verschiedenen Interessenvertretungen vor Ort und den unterschiedlichen Grundstückseigentümern erarbeitet werden kann. Dann wird es auch noch einmal eine Bürgerversammlung geben.

Von: Text: R. Friedrich

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