Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

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Planung der Stadtumbau-Projekte muss besser abgestimmt werden

Bezirk Marzahn-Hellersdorf verweigert Zustimmung zum Abriss an der Mehrower Allee
Dezember 2005

Eine positive Bilanz des Stadtumbaus Ost in Marzahn-Hellersdorf konnte Bezirksstadtrat für Ökologische Stadtentwicklung Dr. Heinrich Niemann zum Jahresende 2005 ziehen. Dazu zählt die Fertigstellung der „Ahrensfelder Terrassen“, das bisher größte Stadtumbauprojekt Berlins ebenso wie der Abriss von 39 nicht mehr benötigten Kitas sowie acht Schulen und die Aufwertung der frei werdenden Flächen beispielsweise mit Mietergärten und einem „Interkulturellen Garten“. Auch die Akzeptanz der Bewohner für die zum Teil einschneidenden Baumaßnahmen hat sich erhöht, „insbesondere dort, wo die Bürger aktiv mit einbezogen wurden“, so der Stadtrat.

Zudem haben sich die Zahlen beim Wohnungsleerstand und bei den Einwohnerzahlen stabilisiert, stellte er fest. Es werden mehr Kinder geboren und es ziehen auch wieder mehr Menschen „in die Platte“. Nicht zuletzt hätten Stadtumbauprojekte wie die Ahrensfelder Terrassen geholfen, das Image der Großsiedlung zu verbessern. Trotz allem wird es weiter Abriss von nicht mehr benötigtem Wohnraum geben. Die WBG Marzahn will 1200 Wohnungen abreißen bzw. rückbauen, die „Stadt und Land“ in Hellersdorf 450 Wohnungen ab 2006.

Leider sei für diese Vorhaben die rechtzeitige Kommunikation und Abstimmung über Ausmaß und konkrete Umsetzung zwischen Senat, Wohnungsunternehmen und Bezirk  sowie den Bewohnern nur unzureichend erfolgt, kritisierte der Stadtrat, insbesondere was die Aufwertungskonzepte beträfe. „Nach drei Jahren Stadtumbau Ost gab es auch im Bezirksamt einen Lernprozeß“, stellte Dr. Niemann, fest, „man muss sich auch mal mit bitteren Wahrheiten abfinden.“ Deshalb stimmt der Bezirk dem Abriss der Objekte an der Wuhlestraße 2-8 und 27-35, der Cecilienstraße 158-162, der Schorfheidestraße 14-26 und 10-12, der Golliner Straße 45-49, der Kölpiner Straße 13-23, der Sella-Hasse-Straße 2-30 und der Ludwig-Renn-Straße 46-72 zu.

Keine Zustimmung erteilt das Bezirksamt für die Mehrower Allee 38-48. Weder aus städtebaulicher noch aus wirtschaftlicher Sicht sei dort ein Komplett-Abriss nachvollziehbar. Niemann erneuerte die Forderung an die Senatorin, die endgültige Ausgestaltung des Standortes gemeinsam zu klären. „Mein Vorschlag ist nach wie vor ein monatliches „Jour fixe Stadtumbau“ mit der Senatorin Junge-Reyer, um anstehende Aufgaben abzustimmen“, betonte der Stadtrat. Das gebiete auch der Respekt vor hunderten betroffener Bürger.

Von: Text: R. Friedrich, Quelle: Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf

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