Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

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Filmplakat von "Alaska" mit den drei Hauptdarstellern im Vordergrund.

Filmtage Marzahn-Hellersdorf

Am 28. und 29. Oktober 2005 werden fünf Spiel- und Dokumentarfilme zur Thematik der Großsiedlungen gezeigt.
September 2005

Großsiedlungen und deren Bewohner, die Phase des Aufbaus der neuen Städte, aber auch Wohnungsleerstand und der aktuelle Stadtumbau in Marzahn und anderen Gemeinden sind die Themen der fünf vorgestellten Spiel- und Dokumentarfilme, welche am 28. und 29. Oktober 2005 in der UCI Kinowelt Le Prom gezeigt werden.

Dabei gilt es zu entdecken, wie am Sujet „Großsiedlung“ ein Spannungsbogen aufgebaut und Stimmungsbilder von unterschiedlichen gesellschaftlichen Entwicklungsetappen sowie Themen der Persönlichkeitsentwicklung aufgezeigt werden. Besonders Marzahn als größte Großsiedlung Deutschlands und Inbegriff der „Platte“ wurde vielfach als Drehort für die Darstellung gesellschaftlicher und persönlicher Umbrüche gewählt.

Anliegen ist es gleichzeitig, die vom Quartiersmanagement Marzahn NordWest geförderte Stadtumbau-Dokumentation „Marzahn NordWest 11:4“ einem breiten Publikum vorzustellen. Sie wird jeweils zusammen mit den Spielfilmen und der Doku „Nicht-mehr/Noch-nicht“ gezeigt.


Die Filme:

„alaska.de“ (BRD 2000) Nach der Scheidung ihrer Eltern zieht die 16-jährige Sabine zu ihrem Vater in eine Plattenbausiedlung nach Berlin. Dort hängt sie in ihrer Freizeit mit den neuen Freunden herum, die sich die Zeit mit improvisierten Spielen vertreiben. Dabei kommt es zu einer Rangelei, bei dem ein Junge erstochen wird. In dem Film wird von jungen Laiendarstellern ein Bild von im Stich gelassenen sowie in schwierigen sozialen und familiären Situationen lebenden Jugendlichen gezeichnet.

„Die Architekten“ (DDR 1989/1990) Ein junger Architekt erhält das Angebot ein kulturelles Zentrum für eine Berliner Großsiedlung zu entwerfen. Mit Engagement und Fantasie geht das Team an die Arbeit, aber ihre Vision geht nicht auf. 1989 fliehen viele DDR-Bürger in den Westen, auch seine Frau und Kind. Der Zerfall des politischen Systems schreitet voran und mündet am 9. November im Fall der Berliner Mauer.

„Insel der Schwäne“ (DDR 1982) Erzählt wird die Geschichte eines Jungen, dessen Kindheit in einem beschaulichen Dorf abrupt endet, als er nach Berlin-Marzahn zieht. In dieser neuen Umgebung aus Beton und Bauplatz erwarten ihn neben neuer Schule und neuen Gesichtern auch der erste Kumpel und der erste große Ärger.

„Nicht-mehr/Noch-nicht“ (2004) Ökonomische und demographische Prognosen sagen einen radikalen Wandel im zukünftigen Bild vieler Städte voraus - Stadtbrachen werden alltäglich. Der Film reflektiert den Möglichkeitsraum solcher Brachen und stellt eine neue Generation von kulturellen Möglichkeiten und Nutzungen auf diesen Flächen vor. Diese könnten zum Ausgangspunkt einer kulturellen Erneuerung der Stadt werden.

„Marzahn NordWest 11:4“ (2005) Die Langzeitdokumentation zeigt ein Stimmungsbarometer und die zahlreichen Facetten des Stadtumbaus in Marzahn. Neben Politikern und Stadtplanern kommen v.a. die Marzahner selbst zu Wort. Sie waren es, die mit dem Abriss ihrer Wohnhäuser, dem Baulärm, dem Dreck und der Angst vor Unbekanntem leben mußten, aber auch erwartungsvoll auf positive Veränderungen setzten.

 

Nähere Informationen zum Programm sind bei der Plattform Marzahn-Hellersdorf als Veranstalter unter Tel. 54 27 108 zu erfragen bzw. werden im Kino-Programm des UCI-Kinowelt Le Prom, Märkische Allee 176-178 in 12681 Berlin, veröffentlicht.

 

(text: Plattform Marzahn-Hellersdorf; bild: Repro: Filmverlag der Autoren)

Von: Text: Plattform Marzahn-Hellersdorf; Bild: Repro: Filmverlag der Autoren

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