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Die "Wackelige Wolkenstadt" entstand mithilfe besonderer Materialien und Technologien
Die Schaukelschnecke gehört zu "Cool Down" vom Jugendclub Joker
Blick auf "Wackelige Wolkenstadt" und "Babelwald". Die anderen drei Projekte liegen auf dem Berg.
"Neugno" vom Club "Anna Landsberger" wird noch vervollständigt
Fantasievolle Wandbilder der Kinder in der Kapsel neben dem Babelwald
Ben Tindale hat wie alle Künstlerinnen und Künstler viel Arbeit in die "Wolkenstadt" gesteckt. Für ihn ist das Projekt noch nicht beendet

Kinder und Jugendliche besuchten ihre "Chilling Dreams" auf der IGA

Die Objekte auf der Hellersdorfer Seite laden alle IGA-Besucher zum Ausprobieren und Entspannen ein
Juni 2017

Am 9. Juni 2017 trafen sich rund 30 Kinder, Jugendliche und Betreuer von vier der fünf beteiligten Jugendeinrichtungen vor dem IGA-Eingang Kienbergpark, um ihre aus dem Stadtumbau-Programm finanzierten Chilling-Dreams-Projekte auf der IGA zu besuchen. Mit dabei waren Birgit Funke und Carolin Rußler vom Verein bwgt e. V. – sie hatten die Entstehung der Chill-Objekte als Projektbetreuerinnen von Anfang an organisiert und begleitet. Mit von der Partie sind auch Gabriele Fiedler vom Jugendamt und Sven Hanczuch vom Stadtplanungsamt Marzahn-Hellersdorf sowie ein Kameramann und eine Fotografin, die dieses außergewöhnliche Projekt dokumentieren.

Fast ein ganzes Jahr hatten die Kids mit Künstlerinnen und Künstlern in ihren Einrichtungen daran gearbeitet, ihre Ideen und Träume zum Thema Chillen zu verwirklichen. Dazu gehörten die "Wackelige Wolkenstadt" vom Kinderkeller Marzahn, der "Babelwald" aus dem Haus Babylon, der Engel "Angelo" vom Haus Kompass, "Neugno" aus dem Klub "Anna Landsberger" und die Cool Down-Fläche des Joker. Über den Wettbewerb, die verschiedenen Planungs-Workshops und die Bauphase haben wir ausführlich berichtet (siehe weitere News aus Marzahn-Hellersdorf). Nun stehen die Objekte auf der IGA und können von allen Besuchern genutzt werden. Nach dem Abschluss im Oktober werden sie dann endgültig bei den Kinder- und Jugendklubs aufgestellt und von ihren Machern in Besitz genommen.

Doch so lange wollte keiner warten. Vor allem die beiden großen Objekte Wolkenstadt und Babelwald waren erst kurz vor der IGA-Eröffnung fertig aufgebaut worden. Die Kinder sahen sie nun zum ersten Mal und waren begeistert. Auch die Erwachsenen staunten, wie genau die Objekte teilweise den ersten Entwürfen entsprechen. Die Gruppe geht von Objekt zu Objekt, man erinnert sich an die Wettbewerbsentwürfe und die vielen Schritte, die nötig waren, bis alles fertig war, und probiert dann alles gemeinsam aus. Jasmin und Stefan vom Klub "Anna Landsberger", die "Neugno" mit entwickelt haben, sind noch nicht glücklich mit dem Ergebnis. Vor allem die Arme des Baum-Menschen fehlen, die das Schutzdach tragen. Doch Sven Hanczuch und Gabriele Fiedler vom Bezirksamt können sie trösten: Es ist noch etwas Geld da, um "Neugno" nach ihren Vorstellungen weiterzuentwickeln.

Auf dem "Babelwald" haben viele Kinder Platz, doch in die dazugehörigen kleinen "Samenkapseln" passen gerade so zwei Kinder hinein – ein wunderbarer Rückzugsort, vor allem dank der Wandbilder innen. "Den Elefanten hab ich gemalt," sagt ein kleines Mädchen und probiert mit einem Jungen aus, wie bequem die Kapsel ist. Auch die Sonne, Sterne und viele weitere Bilder sind von ihr, erklärt uns ihr junger Freund.

Als alle glücklich in den Schaukelmatten liegen, kommen noch einige der Künstler dazu. Sie freuen sich über die Begeisterung der Kinder, haben aber auch ihr Werkzeug dabei, falls schon etwas lose ist oder noch irgendwo geglättet werden muss. Ben Tindale ist mit Heike Qualitz gekommen und erzählt von der kleinen Phoebe, die die Idee zur Wolke des Kinderkellers hatte. Das Ergebnis ist dem Modell sehr ähnlich. Um das zu erreichen, ist Ben extra in sein Studio nach London geflogen, hat die Dachlamellen mit dem Laser geschnitten und bis zuletzt auf dem IGA-Gelände die ganze Konstruktion zusammengeschraubt. Er versucht, alles mit den Augen der Kinder zu sehen und schaut dann, dass es ihren Ideen entspricht und trotzdem sicher ist. Zum Beispiel darf niemand es schaffen, auf das Dach zu klettern. Das ist gelungen und Ben hat schon weitere Ideen, wie man die gebogenen Holzpfeiler mit den Mustern verzieren kann, die Phoebe und die anderen Kinder schon auf einem Workshop an Herbstblättern ausprobiert hatten. Bei diesem Projekt haben auf jeden Fall alle – Kinder, Künstler, Betreuer und die Verwaltungsleute – viel gelernt.

Wer die Chilling Dreams selbst ausprobieren möchte: Sie stehen in der Nähe der Seilbahnstation am Eingang Kienbergpark.

Von: Anka Stahl

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