Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

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Auf dem IGA-Gelände entsteht die "Wolkenstadt"
Die Erfinderin (rechts) und ihre Schwester beim Ausarbeiten der Idee
So gemütlich wird die "Wackelige Wolkenstadt"
Das zweite Modell zeigt, wie es gehen kann

"Chilling Dreams" stehen auf der grünen IGA-Wiese

Auch die "Wacklige Wolkenstadt" des Kinderkellers aus dem Kulturhochhaus Marzahn ist fast fertig
März 2017

Die kleine Phoebe hatte zum Thema "Chillen" gleich ein Bild vor Augen: "ein riesiges Kissen für ganz viele Kinder, wie eine riesige Wolke" stellte sie sich vor und setzte ihre Idee umgehend in ein Knetmodell um. Sie kommt regelmäßig in den "Kinderkeller" im Kulturhochhaus Marzahn und wird auf der – quasi von ihr erfundenen – "Wackeligen Wolkenstadt" spätestens 2018 chillen können, denn mit dieser Idee war das Team vom Kinderkeller erfolgreich im Kinder- und Jugendwettbewerb "Chilling Dreams". Es ist einer der fünf Vorschläge, für die es nach der Jury­entscheidung vom 8. Juli 2016 Geld aus dem Stadtumbau­programm gab.

Inzwischen steht die "Wolkenstadt" mit vier Metern Durchmesser und drei Metern Höhe fast fertig auf dem IGA-Gelände im Kienbergpark. Möglich war das nur durch die Unterstützung vieler, vor allem der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, dem Jugendamt Marzahn-Hellersdorf, der Gebietsbeauftragten S.T.E.R.N. GmbH und dem Verein bwgt e. V., der den fünf Teams zusammen mit Künstlerinnen und Künstlern bei der Umsetzung ihrer Ideen half.

Mit "ihren" Künstlern Heike Qualitz und Ben Tindale suchten die Kids in zwei Workshops nach Möglichkeiten, ihre erträumte Wolke wirklich zu bauen. Aus dem großen Kissen wurde ein weiche Hängematte, für die Heike und Ben die verschiedensten Seilstärken und Spannungen testeten, damit es auch wirklich bequem wird. Die Kids probierten das aus und hatten viel Spaß dabei.

Durch das Dach wollten die Kinder den Himmel oder die Baumkronen sehen. Deshalb wurden noch drei Bullaugen für das futuristisch anmutende Dach mit den drei Kuppeln aus Edelstahllamellen eingeplant. Die sechs Verstrebungen, an denen die Wolkenstadt befestigt ist, stehen auf Federbeinen, die wiederum mit Fundamenten fest im Boden verankert sind.

Ben Tindale ist Luft- und Raumfahrtingenieur – genau der richtige Mann für den anspruchsvollen Auftrag aus dem Kulturhochhaus. Die Künstlerin und Hochschulpädagogin Heike Qualitz kommt aus Marzahn-Hellersdorf und hat in Australien Jugendprojekte zur Identifikation mit dem eigenen Lebensumfeld geleitet. Als international vernetzte Künstler nutzten sie einen Laser-Plasmaschneider in London, um die Strukturen des Daches haargenau auszuschneiden. In Berlin fertigten sie mit den Kindern aber zuerst einen Prototypen mit einem kleineren, aber ebenfalls computergesteuerten Laserbrenner.

Da der "Kinderkeller" im Kulturhochhaus keinen eigenen Garten hat, wird die "Wackelige Wolkenstadt" nach dem Abschluss der IGA Berlin 2017 im Oktober auf der Wiese hinter dem Kulturhochhaus stehen und als einziges der fünf Chill-Objekte rund um die Uhr für alle zugänglich sein. Doch gerade steht sie am Kienberg und wartet auf die Eröffnung der IGA Berlin 2017 am 13. April und die ersten Gäste. In Sichtweite der "Wolkenstadt" sind die anderen vier "Chilling Dreams" schon fertig: der "Babelwald" vom Haus Babylon, "Angelo" vom Haus Kompass, "Neugno" vom Klub "Anna Landsberger" und "Cool Down" vom Joker.

Hier finden Sie weitere Informationen zu den beiden Künstlern Heike Qualitz und Ben Tindale.

Von: Quelle: bwgt e. V., Text: Anka Stahl, Fotos: Julia Geiß, bwgt e. V., Foto 1: Heike Qualitz

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