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„Platte“ wieder beliebter

Die Hellersdorfer halten ihren Wohnort für den angenehmsten Berlins. Das brachte jetzt die jüngste M
Juni 2005

Die Hellersdorfer halten ihren Wohnort für den angenehmsten Berlins. Auf den Plätzen folgen Köpenick, Zehlendorf und Treptow. Das brachte jetzt die jüngste Mieterbefragung der STADT UND Land/WoGeHe zu Tage.


Die Befragung ergab, dass die Haushalte kleiner werden (2,5 Personen im Jahre 1999 und 2,2 Personen 2005), in ihnen immer weniger Kinder leben und somit das Durchschnittsalter steigt. Das Haushaltsnetto-Einkommen sinkt von 632 auf 691 Euro.


Bei der Bewertung der Wohnsituation kommen die sanierten und modernisierten Viertel am besten weg. Im Durchschnitt hat sich die Gesamtzufriedenheit gegenüber 1999 von 40 auf jetzt 54 Prozent erhöht. In den Hellersdorfer Quartieren Branitzer Platz und Rotes Viertel gibt man besonders gute Noten. Abzüge betreffen Wohnungen mit Küchen und Bäder ohne Fenster, fehlende Balkons und ungünstige Wohnungsgrundrisse.
Pluspunkte gab es auch beim Sicherheitsempfinden. Die Bewohner vergaben auf einer Skala von 0 - 10 für die Tagzeit 8 Punkte und für die Nacht 5,8 Punkte. Das sind stadtweit Spitzenwerte und eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu 1999.


Eine gewisse Unzufriedenheit zeigte sich bei der Bewertung der Infrastruktur und öffentlicher Einrichtungen wie ungepflegte Parkanlagen, unsaubere Bushaltestellen, fehlende Freizeitangebote vor allem für junge Leute bis 18 Jahre. Auch vermisst man niveauvolle Restaurants und Cafés. In einigen Gegenden sind Einkaufs- und Dienstleistungsangebote noch Mangelware.


"Die Hellersdorfer", so heißt es in der Studie, "können sich mit ihrem Wohngebiet außerordentlich gut identifizieren." Im Jahr 1999 waren 53 Prozent der Befragten mit der gesamten Wohnsituation sehr oder ziemlich zufrieden. Dieser Wert habe sich um elf Prozentpunkte auf aktuell 64 erhöht. Es zeigte sich aber, "wie langsam Prozesse zur Imageverbesserung ablaufen. Speziell beim Blick von Außenstehenden auf Hellersdorf sei es äußerst schwierig, vorhandene Meinungsbilder zu verändern oder Vorurteile abzubauen.

Von: Text: R. Friedrich, Quelle: STADT UND Land/WoGeHe

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