Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

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Stadtrat Wilfried Nünthel (4. von rechts) bei der Diskussion zur Verkehrssituation in der Alten Frankfurter Allee
Hier soll zukünftig die Straßenbahn enden

FAN-Gebiet wächst dynamisch

Stadtumbau-Akteure der Frankfurter Allee Nord diskutierten über Verkehr, Wohnen und Grünflächen
September 2014

Die Entwicklung im Stadtumbau-Gebiet Frankfurter Allee Nord (FAN) interessiert viele - der Gemeindesaal in der Schottstraße war am 24. September gut gefüllt. Die Abteilung Stadtentwicklung des Bezirksamts Lichtenberg und die Stattbau GmbH als Gebietsbeauftragte hatten zur 4. FAN-Konferenz geladen. Als Zuhörer war auch Bürgermeister Andreas Geisel gekommen - die Einführung übernahm Bezirksstadtrat Wilfried Nünthel.

 Unter dem Titel "FAN entwickelt sich" behandelte die Veranstaltung die aktuellen Entwicklungen im Ortsteil sowie das neue integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK), das demnächst von der Bezirksverordnetenversammlung beschlossen werden soll. In dieser Fortschreibung der Vorbereitenden Untersuchung von 2009 werden die aktuelle Situation analysiert und weitere konkrete Projekte vorgeschlagen.

Die Bevölkerung im Gebiet wächst schneller als im Berliner Durchschnitt - seit 2007 um 5,4 Prozent -, der Anteil der Erwerbstätigen ist überdurchschnittlich hoch und seit 2009 ist der Wohnungsbestand um 9,3 Prozent gewachsen. Der Ortsteil ist ein begehrtes Wohngebiet. Ungenügend bleibt nach wie vor die Versorgung mit Spielflächen: es gibt nur zwei öffentliche Spielplätze, zwei weitere werden im ISEK als Maßnahmen vorgeschlagen.

Lokale Handlungsschwerpunkte bilden nach wie vor

  • das Gelände des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit
  • der Bereich um das Gymnasium Rüdigerstraße
  • das lokale Zentrum um die Alte Frankfurter Allee - Siegfriedstraße
  • das Hubertusbad
  • die Magistrale der Frankfurter Allee sowie
  • die geplanten Grünanlagen an der Gudrunstraße unter dem Stichwort "Trainspotting".

In seinem Impuls-Referat umriss der Leiter des Fachbereichs Stadtplanung im Lichtenberger Bezirksamt die Wohnungsbauvorhaben im Gebiet. Dazu gehören der Lindenhof mit 520 geplanten Wohnungen und die Frankfurter Allee 135 mit geplanten 300 Wohnungen - beides Projekte der HOWOGE - sowie 50 Wohnungen des schwedischen Konzern NCC an der Bornitzstraße.

Neben den Wohnungsbauvorhaben und deren Folgen für die Mieten und die Versorgung mit Kindergarten- und Schulplätzen interessierte die Besucher besonders der Umbau der Straßenbahn-Endhaltestelle im Bereich Alte Frankfurter Allee und Siegfriedstraße. Herr Horth aus der Abteilung Verkehr bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt informierte über den Planungsstand. Später diskutierten Vertreter des Bezirksamts, Gewerbetreibende und Anwohner mit ihm und einem Vertreter der BVG über die unterschiedlichen Vorstellungen zu diesem komplexen Thema. Auch an den anderen Thementischen Wohnen, Grünflächen und Soziale Infrastruktur wurde intensiv diskutiert.

Noch wesentlich öfter einbringen können sich die Mitglieder des FAN-Beirats - des offiziellen Vertretergremiums der Bürgerschaft. Er wird im Mai neugewählt. Gesucht werden aber schon jetzt neue Mitglieder. Wer Interesse hat, kann sich unter beirat[at]alt-lichtenberg-fan[.]de melden. Auch für die Website www.alt-lichtenberg-fan.de werden noch AutorInnen gesucht.

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Von: Anka Stahl

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