Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Nachrichten-Archiv

Aktuelles


Ausschnitt aus dem Flyer zur Platzverschiebung auf dem Roedeliusplatz

Kommen Sehen Mitmachen am 21.6. bei der "Platzverschiebung" auf dem Roedeliusplatz

Arbeiten, Wohnen, leben - private Handlungsräume verlagern sich für einen Tag nach außen
Juni 2013

Das lived/space/lab der Universität der Künste (UdK) kooperiert auch in diesem Jahr wieder mit dem Bezirk Lichtenberg bei der Entwicklung von Ideen für das Stadtumbau- und Sanierungsgebiet Frankfurter Allee Nord (FAN). Nach der "experimentellen Beteiligung" einzelner lokaler Experten im Seminar "Stadt (er)finden" geht es diesmal darum, einen zentralen, öffentlichen Ort im Gebiet durch eine temporäre Zweckentfremdung zu verändern: Gemeinsam mit Akteuren und Anliegern entwickelten die StudentInnen für den Lichtenberger Roedeliusplatz eine situative Inszenierung, die am 21. Juni 2013 zur Aufführung kommt.

Auch, wenn der Roedeliusplatz heute leer oder sogar „tot“ erscheint (Zitat), lohnt eine genauere Untersuchung seiner Potenziale. Schließlich sind mit Amtsgericht, Finanzamt, Gefängnis und Gemeindezentrum gleich vier öffentliche Einrichtungen am Platz vertreten, an seinem östlichen Rand befinden sich ein Kindergarten, eine Apotheke und eine Gaststätte, und etwas weiter südwestlich, in der Magdalenenstraße, entsteht gerade ein alternatives Wohnprojekt in einem Plattenbau des früheren Ministeriums für Staatssicherheit (MfS).

Die Kirche in der Platzmitte ist der Sitz der koptischen Gemeinde in Berlin, und unmittelbar hinter dem Blockrand an der Magdalenenstraße liegt das heute zur Aufarbeitung und als Gedenkstätte genutzte ehemalige Machtzentrum des DDR-Überwachungsapparates, dessen öffentliche Räume sich, wenn es nach dem Wunsch der Stasi-Unterlagenbehörde geht, bald in einen lebendigen "Campus der Demokratie" verwandeln sollen.

Im Seminar hatten all diese Anlieger Gelegenheit, ihre Anliegen vorzubringen. Einige wurden in die gemeinsamen Inszenierung eingebunden, die den Platz und seine Gegebenheiten am 21.6.2013 überschreiten soll. Im Rahmen einer kollektiven Zweckentfremdung werden sich Dinge auf der Platzfläche ereignen, die sonst hinter verschlossenen Türen stattfinden: Es wird gewohnt, gearbeitet, gespielt und gegessen. Private und teilprivate Handlungsräume verlagern sich so in den urbanen Raum, und öffentliche Aufmerksamkeit richtet sich auf sonst verschlossene Türen.

Mehr zum Projekt erfahren Sie auf den Seiten des lived/space/lab - http://www.lived-space-lab.org/stadtperformen

Von: Quelle: lived/space/lab der Universität der Künste (UdK), bearb. A. Stahl, Grafik: UdK

Fördergebiete & Projekte

Logo Europäische UnionBundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und ReaktorsicherheitLogo StädtebauförderungLogo Senatsverwaltung für Stadtentwicklung