Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

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Senatorin Scheeres und Stadträtin Keil gestalten Zaunlatten für den "Würfel"
Ein Versammlungsplatz mit Bänken aus alten Gehwegplatten
Die frühere Gaststätte ist kaum wiederzuerkennen
"Der Würfel" vor der Sanierung

Vom Schandfleck zum Schmuckstück

NutzerInnen und Partner des Kinderklubs "Würfel" in Buch feierten den Abschluss der Sanierung
Mai 2016

Der Kinderklub "Würfel" war fast reif für den Abriss, doch nun ist daraus eine großzügige und kindgerechte Einrichtung geworden, mit viel Platz zum Spielen, kreativen Gestalten und Lernen drinnen und draußen. Pünktlich zum diesjährigen Weltspieltag am 28. Mai 2016 wurde in Berlin Buch der Abschluss der Sanierung des "Würfels" gefeiert. Mit dabei waren die Berliner Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Sandra Scheeres sowie die Pankower Bezirksstadträte für Jugend, Christine Keil, und Stadtentwicklung, Jens-Holger Kirchner.

Eingeladen hatte der Träger Spielkultur Berlin-Buch e. V. Ohne Projektkoordinator Martyn Sorge und Architekt Jörg Wappler mit seinen Kollegen von der Planungsgemeinschaft WOF gäbe es den Würfel heute sicher nicht mehr - doch sie fingen 2010 an zu träumen, von einem nach ökologischen Prinzipien erneuerten und die Fantasie anregenden Haus. Für die Verwirklichung ihrer Ideen holten sie sich die richtigen Partner ins Boot. Dazu zählen das Jugendamt und das Stadtplanungsamt Pankow sowie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, die mehr als 1 Million Euro aus dem Bund-Länder-Programm Stadtumbau Ost für die Sanierung des Gebäudes und des Außengeländes zur Verfügung stellte, darunter auch Mittel aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Weitere 18.000 Euro kamen vom Bezirksamt Pankow und 30.000 Euro vom Träger selbst.

Mit dem Geld wurde die ehemalige Komplexgaststätte, auch Fresswürfel genannt, umfassend energetisch saniert. Dabei kamen besonders nachhaltige Techniken zum Einsatz. Vieles entstand in Eigenleistung, auch die Kinder durften mit Hand anlegen, wo es möglich war. Wo man hinschaut, entdeckt man wiederverwendete und abgewandelte Möbel, Einbauten und Materialien, das betrifft die neue Lehrküche und besonders die nun fast doppelt so großen Außenanlagen, die vom Büro "Lebendige Freiräume" gemeinsam mit den Kindern gestaltet wurden. Dazu gehören ein kleiner Versammlungsplatz, ein Kletterbaum mit Ständern für eine Plattform sowie eine künstlerisch gestaltete Laterne als neues Erkennungszeichen.

Auch im Inneren gibt es viel Ungewöhnliche zu entdecken und auszuprobieren, besonders die Zwischenwand aus Stampflehm, so fest wie Mauerwerk. Zur besseren Anschauung ist die Wand nicht verputzt. Das Beste aber ist das eingebaute schmale Drehlager, in das die Kinder hineinklettern und ihre Schwindelfreiheit testen können. Der Durchbruch zum Nachbarraum ist rundherum mit Spiegeln verkleidet. Auch das eine völlig neue Erfahrung für jeden, der einen Blick riskiert.

Nach den Ansprachen und der Übergabe einer Sachspende des ehemaligen Schreibwarenladens Linde in Prenzlauer Berg durch Stadtrat Kirchner, ging es mit dem Spielen und Entdecken weiter. Die Gäste wurden gebeten, die hölzernen Zaunlatten zu bemalen. Sandra Scheeres und Christine Keil schufen ein Gemeinschaftswerk, das nun den Eingang des Würfels ziert.

Das Fest dauerte noch bis zum frühen Abend. Beim Spiel mit der Schokokuss-Wurfmaschine und bei selbstgemachtem Stockbrot, Kaffee, Kuchen oder Bratwurst feierten die Kinder mit den PartnerInnen ihren Erfolg und freuten sich auf viele weiter aktive und kreative Tage im und um ihren Kinderklub.

Mehr zum Bauprojekt Sanierung des Kinderklubs "Der Würfel"

Mehr zum Angebot des Würfels auf der Website http://www.spielkultur-buch.de/einrichtungen/wuerfel/

Von: Anka Stahl

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