Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

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Das Podium mit Martina Pirch, Hendrik Hübscher, Christoph Speckmann und André Kima (v. links)
André Kima informiert die Teilnehmer über die Baustelle am Jugendklub "Der Alte"

Stadtumbau-Verantwortliche berieten im Fördergebiet Buch

Themen waren u. a. die wachsende Stadt und ihre Konsequenzen für die soziale Infrastruktur
November 2014

Am 6. November trafen sich im Bürgerhaus Buch die Stadtumbau-Verantwortlichen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bezirksämter und der Gebietsbeauftragten, die gemeinsam den Stadtumbau in den einzelnen Fördergebieten organisieren.

Fachtage wie dieser dienen in Berlin dem programmübergreifenden Erfahrungsaustausch und der Information über Neuerungen und Tendenzen im Stadtumbau Ost und West. Die Leiterin des unter anderem für den Stadtumbau verantwortlichen Referats IV B, Martina Pirch, betonte die besondere Bedeutung der Stadtumbauprogramme im Rahmen der wachsenden Stadt Berlin und gab einen kurzen Überblick über die in den vergangenen Jahren eingesetzten Mittel sowie einen Ausblick. Wie im Koalitionsvertrag der Bundesregierung angekündigt, sollen die Programmteile Ost und West nach einer Evaluation zusammengelegt werden. Martina Pirch stellte auch den neuen für den Stadtumbau verantwortlichen Gruppenleiter Hendrik Hübscher vor.

Ein zentrales Thema der 2. Zusammenkunft 2014 waren die Modularen Schul-Ergänzungsbauten - MEBs - dazu folgt in Kürze ein gesonderter Bericht.

Die Mitarbeiter des Pankower Stadtentwicklungsamtes Christoph Speckmann und André Kima berichteten gemeinsam mit Winfried Pichierri vom Gebietsbetreuer Planergemeinschaft eG über das Stadtumbaugebiet Berlin-Buch.

Seit 2009 wurden hier rund 13,5 Millionen Euro aus dem Stadtumbau Ost investiert, überwiegend in die soziale Infrastruktur. In den nächsten Jahren werden sich viele Maßnahmen auf den Bildungssektor konzentrieren, denn die Zahl der Kinder zwischen 6 und 12 Jahren wuchs seit Beginn der Förderung bis Ende 2013 um 57 Prozent, die Zahl der Unter-Sechsjährigen um 43 Prozent. Ein zentrales Projekt wird darum die Qualifizierung des Schulstandortes Hufeland-Schule sein.

Doch es gibt auch viele andere Aufgaben in Buch als einem der wichtigsten Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorte Berlins. Die positive Entwicklung des Campus Buch und der geplante Wohnungsneubau verlangen nach mehr Integration und Vernetzung des gesamten Ortsteils. Unter anderem deshalb wird zurzeit das Integrierte Stadtteilentwicklungskonzept ISEK aktualisiert.

Die Planergemeinschaft nutzt dazu etablierte Formen der Bürgerbeteiligung wie das Bürgerforum. Hier informieren sich regelmäßig viele Bucher Bürger über die Projekte und geben ihre Ideen und Meinungen weiter. 50 mögliche Projektvorschläge hat die Planergemeinschaft gesammelt. 2015 soll das ISEK mit der Prioritätenliste für die nächste Zeit von der Bezirksverordnetenversammlung beschlossen werden.

Der Tagungsort des Bucher Bürgerhauses war eines der ersten realisierten Stadtumbauprojekte in Buch. Auf dem anschließenden Rundgang informierten sich die Teilnehmer des Fachgesprächs über weitere  abgeschlossene und aktuelle Projekte. So besuchten sie die Baustellen an der Jugendfreizeiteinrichtung "Der Alte", wo derzeit eine Bühne und Probenräume errichtet werden, sowie die Hufeland-Schule, wo im kommenden Jahr ein Altbau abgerissen und eine MEB errichtet wird.

Protokoll der Veranstaltung zum Download (PDF)

Von: Anka Stahl