Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

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Der neue Helsingforser Platz bleibt ein Verkehrsknotenpunkt
und hat doch ein ganz eigenes Flair
Aussicht auf das Wriezener Freiraumlabor

Von der Wendeschleife zum urbanen Platz

Stadtumbauprojekt bringt Ruhezone in das belebte Innenstadtquartier an der Warschauer Straße
Juli 2014

Nordische Landschaft mit Straßenbahngleisen - am 24. Juli weihten Hans Panhoff, Bezirksstadtrat von Friedrichshain-Kreuzberg, und Wolf Schulgen von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt den neugestalteten Helsingforser Platz in Friedrichshain ein. Mit dabei waren der Architekt Harald Fugmann und die Vertreterin der finnischen Botschaft, Merja Sundström, sowie viele Akteure, die zum Gelingen des Projekts beigetragen haben.

Anstelle des zuvor überdimensionierten Straßenraumes entstand mit Fördermitteln aus dem Programm Stadtumbau Ost ein attraktiver städtischer Platz und ein Ruhepol am Kreuzungspunkt von Warschauer Straße und S-Bahn. Der Platz bildet ein attraktives stadträumliches Eingangstor zum anschließenden Wohngebiet und gleichzeitig ein Bindeglied zur Grünanlage "Wriezener Freiraumlabor".

Nach einem konkurrierenden Auswahlverfahren mit vorherigem Teilnahmewettbewerb wurde 2010 das Landschaftsplanungsbüro Fugmann Janotta mit der Planung für die Umgestaltung beauftragt. Die Landschaftsarchitekten ließen sich von der kargen südfinnischen Landschaft rund um Helsinki mit ihren vorgelagerten Inseln inspirieren. Helsingfors ist der schwedische Name der heutigen finnischen Hauptstadt, die unter schwedischer Herrschaft gegründet wurde.

Der Platz wurde bis zur Umgestaltung von breiten Straßenflächen, parkenden Autos und der Wendeschleife der Straßenbahn dominiert. Nun setzen Vegetationsinseln aus Schotter, Findlingen, Gräsern und Birken neue Akzente abseits der Schienen. Sie sind umgeben von linearen, unregelmäßig breiten Plattenbahnen. Aufmerksamkeitsstreifen vor den Gleisen sollen sehbehinderte Menschen schützen. Die erneuerte Beleuchtung orientiert sich an den Hauptbewegungsrichtungen auf dem Platz.

Eine neue transparente Einfriedung ersetzt die alte Betonmauer in Richtung Bahnböschung. Sie fasst den Platz und schafft zugleich Transparenz zum dahinter liegenden "Wriezener Freiraumlabor". Als besonderer Höhepunkt wurde hier ein Aussichtsbalkon geschaffen, der den Blick freigibt über Grünanlage, Gleise, O2-Arena und Warschauer Brücke. Von hier lässt sich auch  das Geschehen auf der Skate-Anlage und dem Sportfeld des "Wriezener Freiraumlabors" beobachten.

Der südliche Bereich der Helsingforser Straße wurde in den Platz integriert und ist nun für Kraftfahrzeuge unzugänglich. Die Verbindungsstraße zwischen Helsingforser Straße und Marchlewskistraße wurde als verkehrsberuhigter Bereich ausgebildet und gestalterisch in den Platz eingebunden.

Die Bauarbeiten dauerten von Oktober 2012 bis Juni 2014. Die Baumaßnahme mit Gesamtbaukosten von rund einer Million Euro wurde mit 608.000 Euro aus dem Bund-Länder-Programm Stadtumbau Ost mit Kofinanzierung der Europäischen Union gefördert.

Von: Quelle: bsm GmbH, Bearbeitung u. Fotos: Anka Stahl

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