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Ausschnitt Titelbild des Wohnungsmarktberichts 2011

Berliner Wohnungsmarktbericht 2011

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt und Investitionsbank Berlin legten Bericht vor
Februar 2012

Der Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Michael Müller, stellte am 28. Februar 2012 gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Vorstandes der Investitionsbank Berlin, Ulrich Kissing, den IBB-Wohnungsmarktbericht 2011 vor. 

Die Nachfrage nach Wohnraum ist in Berlin in den letzten Jahren stetig gewachsen. Während das Angebot dieser Entwicklung in der Vergangenheit nicht gefolgt ist, stieg 2010 die Bautätigkeit wieder leicht an, 2011 scheint sich dieser Trend deutlich zu verstärken. Der Wohnungsmarktbericht 2011 zeigt, dass die Nachfrage aber nach wie vor schneller als das Angebot wächst, so dass die Reserven auf dem Wohnungsmarkt weiter schmelzen und die
Angebotsmieten für neue Mietverträge sowie die geforderten Kaufpreise für Wohnimmobilien steigen. Ziel des Berliner Senats für die laufende Legislaturperiode ist deshalb ein Neubauvolumen von mindestens 30.000 Wohnungen.

Ende 2010 wohnten 3,46 Mio. Personen in der Stadt, das sind 18.000 Personen bzw. 0,5 % mehr als im Vorjahr und 72.300 Personen bzw. 2,1 % mehr als vor zehn Jahren. Noch schneller als das Einwohnerwachstum steigt die Zahl der Haushalte. Seit 2001 kamen 6,9 % Haushalte hinzu, mittlerweile gibt es in Berlin 1,99 Mio. Haushalte. Das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von knapp 1 % bzw. einem durchschnittlichen Zuwachs von jährlich 14.200 Haushalten. Es sind insbesondere junge Leute, die nachBerlin kommen und zu einer positiven Einwohnerentwicklung beitragen.

Ulrich Kissing, Vorstandsvorsitzender der Investitionsbank Berlin sagte auf der Veranstaltung: "Berlin braucht Neubau. Auch wenn die Neubautätigkeit wieder spürbar ansteigt, reicht diese noch nicht aus, um das vom
Senat gesteckte Ziel in den nächsten Jahren zu erreichen. Die Entwicklungen bei den Preisen für Eigentumswohnungen seit 2006 und für Angebotsmieten seit 2008 zeigen, dass wir noch mehr Wohnungen benötigen, um die steigende Nachfrage zu bedienen."

Die mittlere Angebotsmiete in Berlin liegt für Neuvermietungen bei 6,49 EUR/m² nettokalt. Die Angebotsmieten im Neubau liegen naturgemäß über diesem Niveau. Auch die ortsübliche Vergleichsmiete des Mietspiegels ist gestiegen. So lag sie gemäß Mietspiegel aus dem Jahr 2000 bei 4,00 EUR/m², im Mietspiegel 2011 beträgt sie nettokalt 5,21 EUR/m².

Da davon auszugehen ist, dass die Nachfrageentwicklung in den kommenden Jahren weiterhin steigen wird, muss sich als ein gegensteuerndes Instrument die Neubautätigkeit weiter erhöhen. Darüber hinaus ist es erforderlich, dass das vorhandene Angebotspotenzial leerstehender Wohnungen zunehmend aktiviert wird. Gelingt dies nicht, so ist mittelfristig von weiteren Preissteigerungen auf dem Berliner Wohnungsmarkt und dabei insbesondere in den begehrten innerstädtischen Wohnlagen auszugehen.

In Verbindung mit der Vorstellung des IBB-Wohnungsmarktberichts 2011 wurde die

Ausstellung "Berliner Wohnungsmarkt 2011" eröffnet.

Noch bis 31.03.2012
Mo – Fr: 10:00–18:00 Uhr

Dienstgebäude der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Württembergische Straße 6
Ausstellungsraum Erdgeschoss

Der Eintritt ist frei.

Von: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, bearb. A. Stahl, Grafik: Investitionsbank Berlin

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