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Monitoring Soziale Stadtentwicklung vorgelegt

Konzentration auf Aktionsräume Plus richtige Entscheidung
Januar 2011

Das aktuelle Monitoring Soziale Stadtentwicklung 2010 mit dem Datenstand 31.12.2009 liegt vor. Es zeichnet ein sehr differenziertes Bild der sozialen Entwicklung in den unterschiedlichen Berliner Quartieren.

Erfreulich sei das im Verhältnis zu Gesamtberlin schnellere Absinken der Jugendarbeitslosigkeit in den besonders problematischen Gebieten in den Jahren 2008 und 2009, so Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer bei der Vorstellung des Berichts. Die Kinderarmut sei dagegen in den schwierigsten Gebieten im gleichen Zeitraum um 0,3 Prozent gestiegen, während sie in Berlin insgesamt um 1,2 Prozent abnahm. 

Die umfangreiche soziologische Untersuchung ist ein "Frühwarnsystem" zur Quartiersentwicklung. Sie bildet eine wesentliche Grundlage der Berliner Stadtentwicklungspolitik. So werden auf ihrer Basis die Mittel des Bund-Länder-Programms "Soziale Stadt" in benachteiligte Bezirke und Quartiere gelenkt.

Die westlichen Innenstadtgebiete stellen, wie in der Vergangenheit auch, die problematischsten Gebietstypen Berlins dar. Räumliche Konzentrationen liegen in Neukölln-Nord, Wedding, Moabit und Kreuzberg-Nord vor. Am Stadtrand haben sich in einzelnen Großsiedlungsgebieten negative Entwicklungstendenzen in Marzahn-Hellersdorf und Spandau verfestigt. Diese, bereits im Monitoring 2008 und 2009 benannten fünf großen zusammenhängenden Gebiete bilden den Kern der vom Senat im Juni 2010 beschlossenen "Aktionsräume plus".

Senatorin Junge-Reyer: "Das Monitoring 2010 zeigt, dass wir die richtigen Gebiete ausgewählt haben, um mit Quartiersverfahren benachteiligte Kieze zu stärken. Auch die Festlegung der Aktionsräume plus durch den Senat vom Juni 2009 war folgerichtig ... Die Kürzungen der Bundesregierung im Bereich des Programms "Soziale Stadt" sind kontraproduktiv und Berlin wird alles tun, dass die innovativen Ansätze der letzten Jahre fortgesetzt werden können."

Das Monitoring wird seit 1999 erstellt, seit 2007 im jährlichen Abstand. Es ist bundesweit vorbildlich; andere Großstädte wie z.B. Hamburg, haben den Berliner Ansatz übernommen.

Die Kurzfassung des Gutachtens Monitoring Soziale Stadtentwicklung 2010, die Karten sowie die tabellarische Übersicht über alle 447 Berliner Teilräume und ihre jeweilige Bewertung finden Sie im Internet: www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/
basisdaten_stadtentwicklung/monitoring/

Von: Senatsverwaltung f. Stadtentwicklung, bearb. A. Stahl

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