Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

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Parks auf Rückbauflächen: ein Beitrag des Stadtumbaus zur Klimaanpassung

Junge-Reyer stellt Stadtentwicklungsplan Klima vor

"Roadmap" für klimawandelgerechte Stadtentwicklung
Januar 2011


Der Klimawandel stellt Berlin vor neue Herausforderungen. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat mit dem Stadtentwicklungsplan Klima (StEP-Klima) erstmals die räumlichen Ziele und Maßnahmen für die Anpassung an den Klimawandel formuliert. Am 19.01.2011 stellte Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer auf einer Pressekonferenz den "Stadtentwicklungsplan Klima" vor.

Als zentrales Ziel nannte Senatorin Junge-Reyer die Lebensqualität der Berlinerinnen und Berliner unter heutigen und künftigen klimatischen Bedingungen zu erhalten und zu verbessern. Die klimatischen Veränderungen werden sich in Berlin besonders auf das Bioklima und damit auf das gesundheitliche Wohlbefinden der Stadtbewohner auswirken. Darüber hinaus haben sie Auswirkungen auf das Stadtgrün, die Oberflächengewässer und das Leistungsvermögen der Kanalisation.

Die Projektionen zur Entwicklung des Berliner Klimas kommen zu übereinstimmenden Trendaussagen: Im Jahresdurchschnitt steigen die Temperaturen bis 2050 um bis zu 2,5 Grad Celsius. Es wird mehr Sommertage (Tagesmaximum der Lufttemperatur über 25 Grad C), heiße Tage (Tagesmaxi¬mum der Lufttemperatur 30 Grad C oder mehr) und Tropennächte (nächtliches Minimum der Lufttemperatur nicht unter 20 Grad C) geben.  Hitzeperioden treten künftig häufiger auf und sind intensiver und länger als bisher. Die jährliche Niederschlagsmenge nimmt zwar voraussichtlich nur leicht ab, verschiebt sich aber vom Sommer- in das Winterhalbjahr. Damit werden die Winter feuchter und die Sommer trockener. Extreme Wetterereignisse wie Starkregen nehmen zu. 

Der StEP Klima konzentriert sich auf Kernbereiche der räumlichen Planung. Er definiert in vier Handlungsfeldern eine abgestufte, räumlich differenzierte Kulisse mit Zielen und Maßnahmen zur Klimaanpassung und zum Klimaschutz in Berlin: 

  •  Bioklima im Siedlungsraum
  • Grün- und Freiflächen
  • Gewässerqualität und Starkregen
  • Klimaschutz

Für die vier Handlungsfelder werden so genannte "No-Regret-Maßnahmen" vorgeschlagen. Diese Maßnahmen tragen bereits heute dazu bei, die Lebensqualität zu verbessern und die Funktionsfähigkeit städtischer Strukturen zu erhalten.

Der StEP Klima ist kein fertiges Werk, sondern steht am Beginn eines dauerhaften Anpassungsprozesses. Die neue stadtpolitische Aufgabe der Klimaanpassung macht Informations-, Kommunikations- und Partizipationsprozesse auf mehreren Ebenen nötig. Sie müssen parallel zur Umsetzung beginnen. Mit dem Entwurf eines "Aktionsplan Klima" stellt die Senatsverwaltung dafür eine Plattform zur Verfügung. 

Von: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, bearb. A. Stahl

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