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Quartierspark in Neu-Hohenschönhausen

Ausstellung "Große Siedlungen" bis 3. Dezember

Rund 700.000 Berliner leben in Großsiedlungen von Hellersdorf bis Gropiusstadt
November 2010


Im Ausstellungsraum Württembergische Straße 6 in Berlin-Wilmersdorf präsentiert die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung bis zum 3. Dezember 2010 die Ausstellung "Große Siedlungen".

Großsiedlungen, wie Neu-Hohenschönhausen, das Märkische Viertel, Marzahn oder die Gropiusstadt, sind typisch für Berlin. Heute leben rund 700.000 Berlinerinnen und Berlinern in großen Siedlungen mit vielen hundert bis mehreren zehntausend Wohnungen und den dazu gehörenden Infrastrukturangeboten.

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wurden sie überwiegend in den äußeren Stadtbezirken auf der Grundlage städtebaulicher Entwürfe errichtet. Der Bau von großen Wohnanlagen mit rationellen Grundrisse und Bauformen, guter
Belichtung, Belüftung und zeitgemäßer Ausstattung trug nach der Gründerzeit sowie nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs jeweils zur schnellen Überwindung von Wohnungsnot in der Stadt bei. Hauptträger dieser Entwicklung waren der städtische und der genossenschaftliche Sektor.

Mit den durch die Wiedervereinigung erweiterten Möglichkeiten des Wohnens in der Stadt und im Umland sank die Attraktivität der Großsiedlungen als Wohnstandorte zeitweilig stark ab. Mit Unterstützung Berlins entwickelten die Eigentümer deshalb ab 1993 Konzepte zur Aufwertung der Großsiedlungen. Große Teile der finanziellen Mittel kamen seit 2002 aus dem Stadtumbau. Die Ausstellung zeigt an Beispielen auf 23 Tafeln verschiedene Aspekte des Aufwertungsprozesses bei den Großsiedlungen:

  • Instandsetzung und energetische Modernisierung der Gebäude bei sozialverträglichen Miethöhen
  • Ausbau merkantiler Stadtteilzentren mit Einzelhandels-, Dienstleistungs- und begleitenden öffentlichen Infrastrukturangeboten
  • differenzierte Quartiersbildung und Wohnumfeldverbesserung
  • Mitwirkung der Bewohnerinnen und Bewohner an den städtebaulichen Planungs- und Entscheidungsprozessen sowie
  • nachbarschaftliches Engagement.

Die Berliner Großsiedlungsstrategie findet heute weltweit Beachtung. Beim internationalen Erfahrungsaustausch ist das Kompetenzzentrum Großsiedlungen ein zentraler Anlaufpunkt und Informationsvermittler. Es hat die Ausstellung vorbereitet, die auch schon in Dresden, Paris, Moskau, Rennes und zuletzt in Straßburg gezeigt wurde.

Die Ausstellung ist montags bis freitags von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen beim

Kompetenzzentrum Großsiedlungen e.V.,
Riesaer Straße 2, 12627 Berlin
www.gross-siedlungen.de

Von: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bearb. u. Foto: A. Stahl

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