Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

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Fachpolitischer Dialog über Zukunft des Stadtumbaus Ost

Politiker und Experten plädieren für Verlängerung des Programms Stadtumbau Ost bis 2016
Juni 2008

Auf der vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung ausgerichteten Veranstaltung "Fachpolitischer Dialog" am 17. Juni in Berlin trafen sich Politiker, Stadtplanungsexperten und Praktiker aus Ländern, Kommunen und der Wohnungswirtschaft, um die Ergebnisse der vom Ministerium im Auftrag gegebenen Evaluierung des Programms Stadtumbau Ost und die Empfehlungen der Lenkungsgruppe für die Zukunft des Stadtumbaus zu diskutieren.

Die Redner, allen voran Minister Tiefensee, plädierten dafür, das Programm über den derzeit geplanten Zeitraum bis 2009 hinaus in ähnlicher Form und mit gleicher finanzieller Ausstattung für weitere 7 Jahre fortzuführen. Jährlich geben der Bund und die ostdeutschen Länder jeweils ca. 110 Mio EURO und die betroffenen Kommunen knapp 50 Mio EURO für Stadtumbau-Vorhaben aus.

Bis Ende 2007 wurden im Rahmen des Programms über 221.000 Wohnungen abgerissen. Die Leerstandsquote der kommunalen Wohnungsunternehmen und Wohnungsgenossenschaften wurde dadurch von 16,2 Prozent im Jahr 2002 auf 11,0 Prozent im Jahr 2007 gesenkt. Ein weiterer Rückbau von ca. 200.000- 250.000 Wohnungen nach 2009 sei nötig, um die Leerstandsquoten in den neuen Ländern nicht weiter ansteigen zu lassen, betonte Minister Tiefensee.

Weiterhin soll es beim Stadtumbau Ost stärker darum gehen, innerstädtische Altbauquartiere aufzuwerten und den Altbaubestand zu erhalten.

    "Außerdem haben wir bei der Altschuldenhilfe eine Option zum
    Erhalt und zur Sanierung von Stadtbild prägenden Altbauten
    eingeführt. Diese Umwidmung der Altschuldenhilfe eröffnet den
    Wohnungsunternehmen die Möglichkeit, städtebaulich wichtige
    Gebäude zu sanieren, statt sie abzureißen", so Tiefensee.

Auch private Wohnungseigentümer sollen besser in den Stadtumbau eingebunden werden. Das Bundesbauministerium hat dazu ein Modellvorhaben zur Bildung von Eigentümer- standortgemeinschaften gestartet. Die Aufwertung der Innenstädte bleibt eine der wichtigsten Aufgaben.

Über die Weiterführung des Programms wird in den nächsten Wochen im Bundestag diskutiert. Alle Redner, darunter Abgeordnete aller Parteien, zeigten sich zuversichtlich bezüglich der Fortführung des Programms.

"Das Programm Stadtumbau Ost hat sich nach jetzt sechs Jahren Laufzeit gut bewährt.... Es sind aber noch weitere Anstrengungen nötig, deshalb wollen wir das Programm fortführen", fasste Tiefensee das Ergebnis zusammen.

Das Gutachten zur Evaluierung wird im September 2008 in gedruckter Form vorliegen.

Download:

Datenblatt Stadtumbau Ost (PDF, 4,6MB)

Evaluierung: Ergebnisse und Empfehlungen (PDF, 3,2MB)

Von: Quelle: BMVBS / bearb: A. Stahl

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