Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

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Erfahrungsaustausch Städtebau: Konzepte - Entwicklungen - Erfahrungen

18. bis 20. Februar in Berlin
Januar 2008

Vom 18. bis 20. Februar 2008 veranstaltet das Institut für Städtebau der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung Berlin einen Fortbildungskurs „Erfahrungsaustausch Städtebau“.

Der Stadtumbau wird in der Bundesrepublik Deutschland als eine zentrale städtebauliche Aufgabe der kommenden Jahre erkannt. Alterung und Rückgang der Bevölkerung gehen mit Schrumpfungsprozessen, mit Bedarfs- und Angebotsveränderungen in allen Lebensbereichen einher. Dies wird auch weitreichende Folgen für die Stadtentwicklung haben und enorme Herausforderungen für den Städtebau bedingen. Das Ziel ist eine jeweils zukunftsweisende Stadtstruktur, die durch Umnutzung innerstädtischer (Brach) Flächen und die Schaffung einer Balance zwischen Neubau und Bestandsentwicklung auf dem Wohnungsmarkt erreicht werden soll, insbesondere in den von zahlreichen Leerständen betroffenen, zumeist ostdeutschen Städten. In wachsenden, stabilen und schrumpfenden Regionen stellen sich dabei spezifische Fragestellungen, die auf die jeweilige Ausgangslage zugeschnittene Problemlösungen erfordern. Die Tagung soll einen Erfahrungsaustausch zwischen „Stadtumbau Ost“ und Stadtumbau West“ ermöglichen und stellt zur Diskussion, ob sich die jeweiligen Problemlagen in Zukunft angleichen.

Der Bund stellte im Jahr 2007 insgesamt 535 Millionen Euro für die Programmbereiche Soziale Stadt, Stadtumbau Ost, Stadtumbau West, Städtebaulicher Denkmalschutz sowie für die Allgemeine Städtebauförderung in Ost und West bereit. Auf der Tagung sollen die Perspektiven der Förderung und die Möglichkeit einer Konzertierung der Förderprogramme erörtert werden.
Fördervoraussetzung sind u.a. die informellen „Integrierten Stadtentwicklungskonzepte“, die gegenüber Dritten aber nur eingeschränkt als Steuerungsinstrument wirken. Sie können jedoch wichtige Koordinations- und Informationsaufgaben erfüllen. Mit den Förderprogrammen soll auch die bauliche Sicherung von Stadtbild prägenden Gebäuden weiter erleichtert werden. Bei der Umsetzung von Rückbaukonzepten sind aber Konflikte mit Belangen des Denkmalschutzes aufgetreten, die entweder als Einzelbauwerk oder als Bestand den kommunalen Planungen entgegenstanden.

Weiterhin wird betrachtet, inwieweit Abrisse zur Beschleunigung von Segregationsprozessen beitragen können und welche Steuerungsmöglichkeiten für die Kommunen hier bestehen. Auch die Beteiligung der Öffentlichkeit an Stadtumbauprozessen wird sehr unterschiedlich gehandhabt. Wohnungsgesellschaften und Einzeleigentümer vertreten meist Einzelinteressen, Nutzergruppen werden von den etablierten Beteiligungsverfahren oft nicht berührt.

Die Zwischen- und Nachnutzung neu entstandener Freiflächen kann zu vielfältigen eigentums-, planungsrechtlichen und finanztechnischen Fragen führen, die bisher nicht alle beantwortet werden können. Der kommunale Handlungsrahmen und Lösungsmöglichkeiten werden anhand von Beispielen aus der Praxis vorgestellt und diskutiert.

Am Mittwoch, 20. Februar, werden Fachexkursionen angeboten:
- Stadtumbau Ost/West - Soziale Stadt - Revitalisierung und Stadterneuerung
Urbanisierung des Kreuzberger Spreeufers als Innenstadtentree, Entwicklung der Hauptverkehrsachse zur Magistrale, Aufwertung und Weiterentwicklung des Wrangelkiez, neue „Kreuzberger Mischung“, Vernetzung der Spreeufer, EU-Programm Urban II für die Friedrichshainer Spreeseite:
Wiederansiedlung wettbewerbsfähiger industrieller und gewerblicher Arbeitsplätze, neues Dienstleistungszentrum Oberbaumcity, Verbesserung der städtischen und sozialen Lebensbedingungen, Verbesserung der Situation von Kindern, Jugendlichen und Familien
- Stadtumbau – Konversion - Wiedernutzung
Entwicklungsgebiet Rummelsburger Bucht, Konversion von Industrie- Militär und Gewerbearealen, Projekte von Baugemeinschaften (neuer Reihenhaustyp Berlin Terraces), Artist-Houses, projektierte Floating Homes, Entwicklung von öffentlichen Grünflächen
Nähere Informationen über den Inhalt und den Ablauf der Exkursionen erhalten Sie zu Beginn der Tagung.

Veranstalter: Institut für Städtebau der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung Berlin
Institut für Städtebau Berlin, Stresemannstr. 90 - 10963 Berlin
Tel.: (030) 23 08 22-0, Fax: (030) 23 08 22 22
www.staedtebau-berlin.de
info[at]staedtebau-berlin[.]de

Tagungsort: Haus der Kirche, Goethestr. 27 – 30 (am Karl-August-Platz), 10625 Berlin
Teilnahmegebühr: 290,- Euro

Weitere Infos sowie das vollständige Programm finden Sie hier.

Von: Quelle: Institut für Städtebau Berlin

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