Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

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Neu gestaltete Grünanlagen am Schlesischen Tor.

Fachforum Stadtumbau West Berlin

Zwischenbilanz zum Programm
September 2007

Neue Impulse geben für bestehende und künftige Aktivitäten im Rahmen der Stadtentwicklung und Wirtschaft mit dem Fokus auf unternehmerische Netzwerke, der ethnischen Ökonomie, Wissenschaft und Kunst als Impulsgeber für Stadtumbau und städtebauliche Aufwertung von Gebieten – das war das Ziel des Fachforums Stadtumbau West am 10. September 2007.

Die große Resonanz am Forum wertete die Staatssekretärin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Hella Dunger-Löper als Erfolg dessen, was in den vergangenen zwei Jahren im Stadtumbau West erreicht wurde und nannte einige der Projekte. Dabei sei der Stadtumbau kein statisches Programm, sondern unterliege inhaltlichen, perspektivischen und verfahrenstechnischen Veränderungen, die aufgegriffen und der sich wandelnden Stadt angeglichen werden müssten. Dr. Hans-Michael Brey vom Deutschen Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung verwies auf die neuen Herausforderungen des Stadtumbaus im Kontext der Zielstellungen der EU und des Bundes und sprach dabei Probleme an wie geteilte sektorale Kompetenzen, Koordinationsschwierigkeiten und eine begrenzte Zusammenarbeit mit lokalen Partnern und Bürgern, die die Umsetzung der Programme erschweren.

In drei Workshops diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Forums zu Themen wie „Unternehmerische Netzwerke als Motor für den Stadtumbau West“, „Wissenschaft und Kunst als Impulsgeber für den Stadtumbau West“ und „(Städtebauliche) Aufwertung – Zielgenaue Investitionen im Stadtumbau West“.


Prof. Dr. Klaus Neumann von der Technischen Fachhochschule Berlin sprach zum Einfluß von Kunst und Wissenschaft auf den Stadtumbau und konstatierte einen Paradigmenwechsel. Die freien Flächen nähmen zu, der Faktor Mensch werde weniger, die Freizeitgewohnheiten änderten sich – es gehe nicht mehr um die Grundversorgung, sondern der Erlebnisaspekt trete stärker hervor. Es müssten also neue Freiraumkonzepte her.

 

Kerstin Lassnig von der Vivico Real Estate GmbH erläuterte am Beispiel des Gebietes Heidestraße, dass die Ansiedlung von Galerien und Kooperationen mit vorhandenen Kunstbetrieben durchaus Sogwirkung für eine hochwertige Nutzung des Areals hätten und als Impulsgeber für die Standortentwicklung wirken könnten. Am konkreten Objekt veranschaulichte Jochen Sandig von den Radialsystem V GmbH, wie mit einem tragfähigen Konzept aus ursprünglichen Zwischennutzern erfolgreiche Unternehmer wurden. Sie haben Kultur und Wirtschaftlichkeit verknüpft und können flexibel auf unterschiedliche Bedürfnisse reagieren. Jede Chance beinhalte auch Risiken, doch mit hohen Qualitätsansprüchen ließen sich auch scheinbar schwierige Standorte sichern
Im Forum zu den unternehmerischen Netzwerken zeigte die Diskussion, dass solche Netzwerke positive Synergieeffekte hervorbringen können, durchaus einen Imagegewinn für das jeweilige Gebiet darstellen und für die Kontaktpflege untereinander wichtig sind. Die Unternehmen sehen sich dabei als Motor, notwendig sei aber der Stadtumbau als „Anlasser“.

 

Das Forum zur (städtebaulichen) Aufwertung machte deutlich, dass auch mit minimalem, aber passgenauen Einsatz der Mittel maximale Erfolge erreicht werden könnten. In den Stadtumbaugebieten sei positiv festzustellen, dass es dort eine gute Kommunikation und Planungskultur gibt sowie die Beteiligten am Stadtumbauprozess im Rahmen eines Managements begleitet werden.

Stadtentwicklungspolitik ist Wirtschaftspolitik stellte die Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer, in ihrem Referat fest. Um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Stadtumbau West-Gebiete wieder herzustellen, müsse man sich auf Schlüsselprojekte konzentrieren und Handlungsschwerpunkte definieren.

Von: Text: R. Friedrich

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