Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

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AUFwertung oder ABriss - Herausforderungen des Stadtumbaus Ost

Fachgespräch am 23.4.2007
April 2007

Fachgespräch am 23.4.2007, 10.30 bis 17 Uhr

Mit dem Bund-Länder-Programm "Stadtumbau Ost" wurde 2002 ein Instrument geschaffen, das den Rückbau von leerstehenden Wohngebäuden und die Aufwertung von Quartieren fördert. Von den insgesamt 1,2 Millionen leerstehenden Wohnungen sollen bis 2010 ca. 350.000 vom Markt genommen werden. Bis 2006 wurden insgesamt 125.000 Wohnungen abgerissen, in 342 Kommunen wurden Stadtumbaumaßnahmen in Gang gesetzt. In einem Fünftel der Fördergebiete liegt der Wohnungsleerstand unverändert über 30 Prozent.
Nur in einem Drittel der Fördergebiete wurden bisher Aufwertungsmaßnahmen durchgeführt. Für die Zukunft attraktiver Städte ist aber gerade die Aufwertung ein zentraler Entwicklungsimpuls, denn nur so können die BewohnerInnen in den Städten gehalten werden.

Der Stadtumbau bietet die Möglichkeit, die Weichen für die zukünftige Entwicklung der Städte neu zu stellen. Für eine nachhaltige Entwicklung der Stadtquartiere bilden die integrierten Stadtentwicklungspläne eine wichtige Grundlage. Die Stadtumbaumittel sollten aber auch für neue, kreative Wege im Umgang mit dem demografischen Wandel eingesetzt werden, z. B. für Umnutzungen oder Wiedernutzbarmachung leerstehender Gebäude oder Flächen. Der Stadtumbau muss mit den Menschen gemeinsam vorangetrieben werden, deshalb bietet sich die Kombination mit dem Programm "Soziale Stadt" an.
Ein zunehmendes Problem stellt der Abriss stadtbildprägender Gebäude dar. Oftmals erscheint es lukrativer, Gebäude abzureißen und das geräumte Gelände zu verkaufen, als die jeweiligen Gebäude an Kaufinteressierte zu veräußern. Dies hat in manchen Städten bereits zu problematischer Perforation geführt.

Unser Fachgespräch soll die aktuelle Situation beleuchten, positive und negative Entwicklungen benennen, Anregungen für die weitere Programmausgestaltung geben und dabei Fachleute aus allen Ebenen zusammenbringen. Außerdem wollen wir darüber diskutieren, wie es mit dem Stadtumbau nach 2010 weitergehen soll.

Zu den Referentinnen und Referenten gehören Peter Hettlich MdB, Sprecher für Baupolitik Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, Prof. Clauss Dietel, Industriedesigner, Christoph Haller, Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung Erkner (IRS, Ingo Neumann, Szenarioplanung, Dr. Sonja Beeck, Internationale Bauausstellung Dessau (IBA) , Dr. Bernd Hunger, Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen GdW , Jana Schimke, Haus und Grund, Wolf Schulgen, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin, Abteilung Stadtentwicklung, Reiner Wild, Berliner Mieterverein, Dr. Matthias Bernt, Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle (UFZ).

Ort: Paul-Löbe-Haus, Raum E 700
Kontakt: Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag
Büro Peter Hettlich MdB
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
T. 030/227 71867, F. 030/227 76864
Email: peter.hettlich@bundestag.de

Anmeldung und Information
Um in das Paul-Löbe-Haus zu gelangen, benötigen Sie Ihren Personalausweis. Eine namentliche Anmeldung mit Angabe des Geburtsdatums ist erforderlich bis zum 18.04.2007.

Von: Quelle: Bündnis 90/Die Grünen

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