Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

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Partizipation von Kindern und Jugendlichen an der Stadtentwicklung

Fachveranstaltung in Berlin-Lichtenberg
Dezember 2006

„Soziale Stadtentwicklung – Nicht ohne Kinder und Jugendliche“ war das Thema einer Fachtagung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Fachbereichen Jugend und Stadtentwicklung sowie Interessierte am 6. Dezember in Lichtenberg.

Der Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Andreas Geisel, berichtete von den Erfahrungen in Lichtenberg. So testen Kinder und Jugendliche mit der Aktion „Sherlock Holmes“ Einrichtungen auf Kinderfreundlichkeit. Bei der Planung von Spielplätzen würde nicht nur auf diesen Aspekt geachtet, sondern auch auf die Gendergerechtigkeit, da beispielsweise die meisten der Spielflächen eher auf Jungs ausgerichtet sind. In speziellen Workshops habe man sich besonders an den Wünschen der Mädchen orientiert und mit ihnen zusammen Projekte entwickelt.

Die Mitarbeiterinnen des Kinder- und Jugendbüros Marzahn-Hellersdorf, das seit sechs Jahren das Projekt „Jugendwettbewerb Stadtumbau Ost“betreut, erläuterten in einem anschaulichen Vortrag ihre Arbeitsweise. Jugendliche aus Freizeitklubs und Oberschulen erarbeiten Vorschläge, um ihre Lern- und Freizeitorte attraktiver und lebenswerter zu gestalten. Sie wissen, welche Finanzmittel ihnen zur Umsetzung der Projekte zur Verfügung stehen und eine Jugendjury entscheidet, welches Projekt wie viel Geld erhält. Das stärkt nicht nur ihr Selbstbewusstsein und ihre Eigeninitiative, es erhöht auch die Akzeptanz unter der Bevölkerung für die Jugendprojekte.

Philipp Mühlberg, Leiter des Referats Soziale Stadt in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, betonte, wie wichtig es sei, die Erfahrungen aus den Bezirken zu verallgemeinern und in anderen Gebieten zu nutzen. Es müssen Strukturen geschaffen werden, um Empowerment und Partizipation der Bewohner weiter zu fördern. Er sieht auch die Schaffung von Kommunikationsnetzwerken als ein entscheidendes Instrument zur Entwicklung von Beteiligungsverfahren.

Kommunikation spielte in einem anderen Fall aus Hohenschönhausen eine wichtige Rolle. Bei der Planung einer Freifläche prallten die unterschiedlichen Bedürfnisse der jungen und älteren Bewohner aufeinander. Durch Bewohnerversammlungen und Runde Tische, aber auch das tatkräftige Anpacken der Jugendlichen bei der Umsetzung des Projektes konnten die meisten Vorbehalte ausgeräumt werden und heute gibt es ein gutes Miteinander im Wohngebiet.


Von: Text: R. Friedrich

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