Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

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Einer der ersten Schulergänzungsbauten an der Mendel-Grundschule in Pankow

Modulare Schulergänzungsbauten im Stadtumbau

Buch, Marzahn und Hellersdorf erhalten moderne und komfortable Schulerweiterungen
Januar 2015

Die Berliner Antwort auf den drohenden Mangel an Schulplätzen heißt MEB - modularer Schulergänzungsbau. Mit einem leicht variierbaren Konzept kann ein solches dreigeschossiges Schulerweiterungs­gebäude inklusive Planung innerhalb eines Jahres entstehen. So schnell, wie die Bevölkerungsgruppe der 6- bis 18-Jährigen wächst, ist dieses Tempo auch nötig - in einigen östlichen Bezirken laut mittlerer Bevölkerungsprognose bis 2030 um fast 40 Prozent. Momentan übertrifft die Realität bei den 6- bis 10-Jährigen sogar die Vorhersage, weshalb es in den Schulen, besonders in Lichtenberg, Pankow und Reinickendorf, eng wird. Zum Schuljahresbeginn 2014 / 15 gingen in den drei Bezirken erstmals sieben Schulergänzungsbauten in Betrieb.

Auch an der Lichtenberger Brodowin-Grundschule lernen seit August 2014 viele Kinder in dem neuen Haus - und sind überzeugt. Die Klassenräume sind modern und mit allem Komfort eingerichtet, von diesem Standard können viele Altbau-Schulen nur träumen.

2015 werden erstmals vier MEB im Rahmen des Stadtumbaus errichtet: Sie entstehen an der Pusteblumen-Grundschule in Hellersdorf, an der Grundschule am Bürgerpark in Marzahn, an der Siegerland-Grundschule in Spandau - Falkenhagener Feld und an der Hufeland-Schule in Buch. Dort wurde Ende 2014 ein nicht mehr wirtschaftlich zu sanierendes Gebäude abgerissen. Der geplante MEB soll bis zum Schuljahres-Beginn 2016 / 17 errichtet und anschließend mit dem verbliebenen Bestandsgebäude der Sekundarschule verbunden werden.

Die MEB wurden in enger Zusammenarbeit zwischen der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft und der Abteilung V - Hochbau - der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt entwickelt. Auch der Landeselternausschuss wurde einbezogen. Errichtet werden die Gebäude stets auf vorhandenen Schulgrundstücken in unmittelbarer Nähe der Bestandsgebäude. Über die farbliche Gestaltung wird in der Schulkonferenz abgestimmt. Möglich ist vieles von weiß bis knallrot.

Es gibt zwei Varianten der MEB mit 12 oder 24 Klassen- und Gruppenräumen. Bei Bedarf kann im Erdgeschoss ein großzügiger Mehrzweckraum geschaffen werden, sodass dann 21 Räume verfügbar sind. Lehreraufenthalts­bereiche, sanitäre Anlagen, Abstellräume, Hausanschlussraum und ein Aufzug gehören dazu. Die Ergänzungsbauten sind gebäudetechnisch komplett autark, behindertengerecht und unterbieten die Standards der aktuellen Energieeinsparverordnung um 30 Prozent.

Für die Auswahl der Standorte sind die Bezirke zuständig. Voraussetzung ist jedoch ihre Einbindung in ein städtebauliches Konzept. Nicht für jeden Standort ist ein solches Schulgebäude verträglich, so der Programm-Verantwortliche Gerhard Lutz aus der Abteilung V der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt. Sie sind kein Allheilmittel, aber auch keine vorübergehend genutzten Containerbauten, sondern auf Dauer angelegt. In der Qualität sind sie von einem konventionellen Gebäude nicht zu unterscheiden. Kinder, Pädagoginnen und Pädagogen und auch Eltern werden dem sicher zustimmen.

Von: Anka Stahl, Foto: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt

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