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Der Masterplan für das Tempelhofer Feld

Senator Müller stellte den Masterplan Tempelhofer Freiheit vor

Die Fläche und angrenzende Gebiete sollen zur Stadtumbau-Förderkulisse hinzukommen
März 2013

Der Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Michael Müller, stellte am 6. März 2013 die Pläne für das Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof vor. In dem neuen Masterplan Tempelhofer Freiheit sind die städtebaulichen Entwicklungsschwerpunkte und Elemente der Freiraumgestaltung dargestellt. Das Tempelhofer Feld mit den umliegenden Stadtteilen ist gleichzeitig Gegenstand der Erarbeitung eines Integrierten Stadtteilentwicklungskonzepts. Die Fläche soll perspektivisch als Stadtumbau-Fördergebiet ausgewiesen werden.

Das Tempelhofer Feld als Modell für die Stadt von Morgen

Der Masterplan verfolge das städtebauliche Ziel, eine Verbindung zwischen der gewachsenen Stadt, den neuen Quartieren und der einzigartigen Freifläche herzustellen, so Senator Müller. "Wir haben die einmalige Chance, auf dem Tempelhofer Feld die Stadt von Morgen zu bauen, in der Wohnen, Arbeiten und Freizeit eng zusammenrücken. Dabei ist mir der Erhalt der großen Freifläche in der Mitte genauso wichtig wie der Wohnungsneubau an den Rändern. Mit der heutigen Veranstaltung beginnen wir einen Dialog mit den Berlinerinnen und Berlinern, den wir in den nächsten Jahren in Form von Standortkonferenzen, Werkstätten, einem Nutzerbeirat für den Park und Planungszellen fortsetzen werden.", so Müller weiter.

Zentrales Element der Entwicklung ist die zukünftig rund 230 Hektar große Parklandschaft, die bis 2025 schrittweise realisiert wird. In der ersten Phase bis 2016 wird neben querenden Radwegen ein großes Wasserbecken gebaut, das dem Regenwassermanagement auf der Tempelhofer Freiheit dienen soll. Es wird gleichzeitig einen attraktiven Blickfang und sogar Bademöglichkeiten bieten. Im Herbst 2013 beginnen die Bauarbeiten.

An den Rändern des Tempelhofer Feldes sind neue Stadtquartiere mit rund 4.700 Wohnungen geplant, daneben Dienstleistungs- und Gewerbeflächen. Mögliche Standorte für zwei Kindertagesstätten und eine Schule werden im Masterplan ebenso berücksichtigt wie Bereiche für neue Sportflächen.

Bestehende Strukturen des ehemaligen Flughafens, wie die Start- und Landbahnen, bleiben erhalten und werden in die Quartiersentwicklung integriert. Auf freie Sichtbeziehungen zum denkmalgeschützten Flughafengebäude wird dabei besonderer Wert gelegt.

Das Bildungsquartier am Tempelhofer Damm

Am Tempelhofer Damm entsteht ein Bildungsquartier mit der Zentral- und Landesbibliothek (ZLB). In diesem Quartier können sehr bald kleine, bezahlbare Wohnungen gebaut werden, die Berlin dringend benötigt. Auch studentisches Wohnen ist im Bildungsquartier geplant.

Vor dem Gebäude der ZLB soll im Übergang zum U- und S-Bahnhof Tempelhof ein attraktiver Stadtplatz entstehen. Diese Verbindung ermöglicht auch den direkten Zugang vom öffentlichen Nahverkehr zur Parklandschaft.

Wohnen und Arbeiten am Südring

Voraussetzung für eine bauliche Nutzung in diesem Bereich ist der Neubau einer Brücke zur Oberlandstraße. Die neue Brücke verbindet das Quartier mit den südlich angrenzenden Ortsteilen in Tempelhof.

Das Quartier am Südring soll dreigeteilt genutzt werden. Unmittelbar angrenzend an den S-Bahnring sind Gewerbegebiete vorgesehen. Auf der Parkseite ist der Bau von neuen Wohnungen möglich. Im Westen des Areals sind als städtebauliches Pendant zur Zentral- und Landesbibliothek Flächen für Unternehmensansiedlungen aus dem Technologie- und Bildungsbereich vorgesehen. 

Wohnquartier an der Oderstraße

Im Quartier an der Oderstraße ist überwiegend Wohnungsbau geplant. Im Übergang zur Parklandschaft sind in den Erdgeschossen der Wohngebäude auch gastronomische Angebote vorstellbar.

In einer Stadtwerkstatt am 9. März 2013 hatten Bürgerinnen und Bürger nochmals Gelegenheit, mit Experten und Planern die unterschiedlichen Aspekte der Entwicklung detailliert zu diskutieren und Anregungen zu geben.

Von: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, bearb. A. Stahl

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