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Die Grünfläche im Krausnickblock entstand auf Initiative der Anwohner

6.10. Berlin: Konferenz Make_Shift: The expanded field of critical spatial practice

Wem gehören die ungenutzten Räume der Hauptstadt?
Oktober 2012

Am 6. Oktober 2012 findet in der Technischen Universität Berlin (TU Berlin) die internationale Konferenz "Make_Shift: The expanded field of critical spatial practice" statt. Thema ist die partizipative Gestaltung und Inanspruchnahme öffentlicher Räume durch nicht-kommerzielle Akteure, mit dem Fokus auf die Berliner Situation. Die Veranstaltung ist eine Ko-Produktion des KW Institute for Contemporary Art und Urban Drift Projects, der IBA Berlin 2020 und der TU Berlin, Fachgebiet Architektur.

Der Begriff "Makeshift" bezeichnet im Englischen eine politisch zweckdienliche oder einfallsreiche Lösung und indiziert, dass etwas - zeitweilig oder permanent - fehlt.

Im Titel der Konferenz ist der Begriff zweigeteilt, um auf die zwei Komponenten zu verweisen, die für das Thema informeller Raumplanung von zentraler Bedeutung sind: zum einen der Aspekt des Machens - des "do-it-yourself", zum anderen "shift" - die Verschiebung, ein möglicher Paradigmenwechsel.

Die Zwischenräume, leerstehenden Immobilien und Brachen Berlins sind mittlerweile stark umkämpft und können nicht mehr so leicht auf Zeit besetzt werden. Eine wachsende politische Lobby richtet sich heute an die Berliner Regierung, damit diese ihre aktuelle Praxis ändert, öffentliches Land an den höchstbietenden Kaufinteressenten abzutreten, um so auch Initiativen mit wenig Kapital, aber starken sozialen Programmen Möglichkeiten einzuräumen.

Die Berliner Stadtplanung blickt auf eine lange Geschichte des Lernens von kritischen alternativen Praktiken zurück. Die Bauausstellung IBA-Alt von 1984 war eine unmittelbare Reaktion auf die Hausbesetzungen und deren Protest gegen verordnete Kahlschlagsanierung. Die von Hardt-Waltherr Hämer in den 12 Richtlinien zur Stadterneuerung (1982/83) propagierte behutsame Stadterneuerung hatten großen gestalterischen Einfluss auf die räumliche, soziale und wirtschaftliche Realität Berlins.

Aber wie können urbane Initiativen, die sich "von unten" her entwickelt haben, über minimale finanzielle Mittel verfügen und rechtlich einen prekären Status besitzen, auf lange Sicht in der Stadtplanung verankert werden?

Diese und andere Fragen behandelt die eintägige, kostenlose Konferenz.

Konferenz "Make_Shift: The expanded field of critical spatial practice"

6. Oktober 2012, 11 - 19 Uhr
TU Berlin, Institut für Architektur, Straße des 17. Juni 152, A151

Von: Francesca Ferguson, Urban Drift Projects, Prof. Jörg Stollmann, TU Berlin, bearb. A. Stahl, Foto: Regina Friedrich

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