Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Frankfurter Allee Nord

Neubau einer Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung in der Gotlindestraße


Die Kinder- und Jugendfreizeit­einrichtung an der Siegfriedstraße mit ihren 60 Plätzen war angesichts der stetig steigenden Kinderzahlen im Quartier seit langem zu klein und nicht mehr wirtschaftlich zu sanieren.

Aus Mitteln des Programms Stadtumbau Ost wurde ein Neubau mit 130 Plätzen und je einem Bereich für Kinder und Jugendliche errichtet. Träger sind der Caritasverband Berlin e.V. für das Jugend­zentrum Magda und das Sozialwerk des Demokratischen Frauenbundes (dfb) e.V.

Im Ergebnis eines konkurrierenden Verfahrens mit vier Architekturbüros entschied sich das Gutachtergremium für einen Entwurf, der sich ausdrucksstark in den heterogenen Stadtraum einbringt und Innen- und Außenraum durch große Fensterfronten und das Material Holz eng miteinander verbindet. Die inhaltlichen Anforderungen hatte das Jugendamt gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen entwickelt.

Zwischen der Blockrandbebauung des Wohngebiets und dem Gewerbe­gebiet setzt der moderne und nachhaltige Bau einen besonderen Akzent. Das vieleckige Gebäude in Holzbauweise fügt sich durch Knicke und Verschlankungen zwischen die alten Kastanien und Ahornbäume ein. Ein mehrfach geknicktes Dach trägt zusätzlich zu der bewegten Form bei. An der rund drei Meter hohen Grundstücksmauer im Norden knickt der Baukörper nach oben und ermöglicht so die Sicht auf das dahinter liegende Straßenbahndepot.

Die Räume des Kinder- und des Jugendbereichs gruppieren sich jeweils um einen zentralen Mehrzweckraum. Im Jugendbereich gibt es einen Sport- und Projektraum, sowie Billard-, Beratungs- und Medienraum; im Kinderbereich Tanz- und Toberaum, Spielzimmer und Hausauf­gaben­raum. Die Betreuer­arbeits­plätze liegen zentral und überblicken den Mehrzweckbereich.

Zwischen dem Kinder- und dem Jugendteil liegt der offene Bereich, der auch extern genutzt werden kann und sich in einer großen Terrasse nach außen fortsetzt. Hier lagern sich kompakt zu beiden Seiten die Sanitär- und Nebenräume an. Mit diesem Konzept werden lange Wege sowie reine Verkehrsflächen vermieden.

Innen- wie Außenwände und auch die Möbel sind aus Holz; große Fensterfronten lassen viel Licht herein und vermitteln überraschende Ausblicke. Neben dem Holz korrespondiert auch das Schilfgrün als tonangebende Farbe mit der umgebenden Natur.
Am 7. März 2016 wurde das neue Haus feierlich eingeweiht.

Kersten + Kopp Architekten, bearb. A. Stahl
Stand: Juni 2017
Das HolzHaus mit einer Kinder- und einer Jugendfreizeiteinrichtung
Flachbau mit Vorsprüngen, bodentiefem Fenster über die gesamte Wand und verschiedenen Dachformen im Grünen

Informationen

Adresse:

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung
Gotlindestraße 38
10365 Berlin
Lichtenberg

Auftraggeber/Bauherr:

Bezirksamt Lichtenberg

Planung:

Kersten + Kopp Architekten

Gesamtkosten:

1,89 Mio. EUR aus dem Programm Stadtumbau Ost

Realisierung:

2014 - 2016

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AktuellAbgeschlossen

Fördergebiete & Projekte

Ansprechpartner

Körner, Hartmut
Bezirksamt Lichtenberg, Abt. Bürgerdienste, Ordnungsangelegenheiten u. Immobilien, Serviceeinheit Facility Management, Fachbereich Baumanagement
Tel: (030) 90296-5615

Projekt-News

Mai 2017

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März 2016

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Mai 2015

Richtfest für die Kinder- und Jugendeinrichtung im Nibelungenviertel

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