Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau Ost und West

Aktuelles


Ein Gruppenraum mit direktem Zugang zur großen Terrasse
Stadträtin Christine Keil und André Henselmann, Geschäftsführer der KVBP Kita gGmbH
Die Gartenfront mit der Rampe in der Dezembernacht

Neue Kita in Buch eingeweiht

Rund 70 Familien profitieren von der Reaktivierung des Kindergartens
Dezember 2015

Vor rund 10 Jahren fehlte in Buch der Nachwuchs, um die Kita in der Karower Chaussee weiter zu betreiben. Im Jahr 2015 sieht es ganz anderes aus: Die Zahl der unter sechsjährigen Kinder erhöhte sich zwischen 2011 und 2014 um 200. 70 davon werden zukünftig wieder in der Karower Chaussee den Kindergarten besuchen. Die stillgelegte Kita erwachte im Oktober als Kita Buch mit den ersten Eingewöhnungen zu neuem Leben.

Der Bezirk Pankow hat damals Weitsicht bewiesen und Grundstück und Gebäude behalten, so die zuständige Bezirksstadträtin für Jugend und Immobilien, Christine Keil, auf der Einweihungsfeier am 3. Dezember 2015. Ohne Stadtumbau-Mittel wäre die Wiedereröffnung  jedoch nicht möglich gewesen: Von den 1,8 Millionen Euro für die Sanierung und den Umbau des Gebäudes nach den Plänen des Büros mghs kamen 1,6 Millionen Euro aus dem Förderprogramm, der große Rest sind Eigenmittel des Trägers KVPB Kindertagesstätten gGmbH.

Das Gebäude aus den 1960er-Jahren hat einen verglasten Vorbau mit Foyer und Mehrzweckraum im Obergeschoss erhalten. Das Fundament wurde teilweise freigelegt, um aus dem Keller ein Souterrain zu machen und die Räume besser nutzen zu können - zum Beispiel als Sport- und Mehrzweckraum. Neue oder auch vergrößerte Fenster lassen überall mehr Licht ins Gebäude. Die Gruppenräume im Erdgeschoss haben direkten Zugang zur Terrasse und über eine lange Rampe auch zum großzügigen Garten, der noch weiter ausgestaltet werden soll.

Im Foyer fällt neben großen Glasfronten und "nackten" Betonflächen eine Wand mit sechs Farbfeldern auf. Die Farben finden sich in den Gängen wieder. Dieses Konzept dient der Orientierung und lädt die Kinder gleichzeitig zur Beschäftigung mit Farben und Materialien ein.

Stadträtin Christine Keil bedankte sich bei der gemeinnützigen Tochterfirma des Kulturvereins Prenzlauer Berg (KVPB e. V.), die als Bauherrin die Sanierung und den Umbau des Gebäudes stemmte und die Kita nun betreibt. "Kein Tag vergeht hier ohne Besonderheiten," so Karin Paul, die Leiterin der Einrichtung. Auch Kinder aus der nahen Flüchtlingsunterkunft sind schon in der Kita angemeldet - ein wichtiger Schritt zur Integration von Anfang an. Die Kita möchte das Haus nach und nach zu einem Familienzentrum ausbauen. Karin Paul setzt für ihre Arbeit auch auf das starke Netzwerk des etablierten Kulturvereins mit seiner gemeinnützigen gGmbH, die noch fünf weitere Kitas betreibt.

Von: Text u. Foto: Anka Stahl

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