Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau Ost und West

Umbau südliche Karl-Marx-Straße


Die Karl-Marx-Straße ist das Rückgrat Neuköllns in Hinblick auf Infrastruktur und Verkehr. Um ihre Funktion als wichtige Erschließungsstraße für das Zentrum Neuköllns zu stärken, wird der südliche Teil der Verkehrsader von 2010 bis 2014 umgebaut. Damit wird die Karl-Marx-Straße auch als Zentrum für Handel und Dienstleistungen stabilisiert und ausgebaut. Die mit dem Umbau verbundene Neugestaltung und Aufwertung des öffentlichen Raums ist ein wichtiger Beitrag hierzu. Der Umbau begann im Süden zwischen Lahnstraße, Silbersteinstraße und Jonasstraße. Am 14. Juni 2010 fand der erste Spatenstich statt. Am 26. Oktober 2012 wurde der 1. Abschnitt feierlich eingeweiht.

Am südlichen Abschnitt vom Neuköllner Tor bis zur Grenzallee werden 2013 bis 2014 - ebenfalls mit Mitteln des Stadtumbaus - die Gehwege erneuert. Der Umbau der nördlich angrenzenden Karl-Marx-Straße wird ab 2014 in zwei weiteren Bauabschnitten bis zum Hermannplatz fortgesetzt.

Grundlage für die Planung war ein Gutachten des Büros Heinz, Jahnen, Pflüger aus dem Frühjahr 2006. Es empfiehlt für den Raum zwischen Flughafenstraße und S-Bahnhof Neukölln umfangreiche Veränderungen im Straßenraum.

Der Fahrbahnquerschnitt für den motorisierten Individualverkehr sollte - wo möglich - reduziert werden; die Funktionsfähigkeit, z.B. für den Lieferverkehr, musste aber gewahrt bleiben. Da der umzugestaltende Straßenabschnitt der Karl-Marx-Straße unterschiedliche Breiten aufweist und punktuell auch durch U-Bahn-Zugänge oder Bushaltestellen geprägt ist, bedurfte es individueller Lösungen. Mit der Entwurfsplanung von 2009 wurde Folgendes festgelegt:

Maßnahmen zur Erhöhung der Attraktivität der Einkaufsstraße

  • Verbreiterung der Seitenräume für Fußgänger und Flächen für Läden und Gastronomie mit neuer zeitgemäßer Ausstattung
  • Verbesserung der Querungsmöglichkeiten für Fußgänger
  • Begrünung durch Straßenbäume
  • Einbau einer zweiteiligen Beleuchtung (getrennte Ausleuchtung von Seitenräumen und Fahrbahn)
  • Einheitliche Gestaltung durch Verwendung berlintypischer Materialien
  • Schaffung sicherer Radverkehrsanlagen
  • Durchgängige Parkstände auf beiden Straßenseiten für Liefern und Laden
  • ein Fahrstreifen für den Kraftfahrzeugverkehr in jeder Richtung,  Aufweitung auf zwei Fahrstreifen in den Knotenbereichen
  • Beschleunigung des Busverkehrs durch Fahrbahnrandhaltestellen

Der Umbau der Karl-Marx-Straße ist nicht nur für den Stadtumbau West von großer Bedeutung. Er ist zugleich ein wichtiges Projekt für die geplante Stadterneuerung des Hauptzentrums Karl-Marx-Straße zwischen S-Bahnhof Neukölln und Herrmannplatz.

Text: Bezirksamt Neukölln, U. Dittfurth, Planergemeinschaft, bearb. A. Stahl, Foto: Planergemeinschaft
Straße mit Fußgängerinsel, Radstreifen und Parkszone, im Hintergrund Kirche und Grünanlage
Die erneuerte Karl-Marx-Straße an der Ecke Kirchhofstraße im Oktober 2012

Informationen

Auftraggeber: Land Berlin, BezirkNeukölln
Eigentümer und Bauherr: Bezirksamt Neukölln von Berlin, Amt für Planen, Bauordnung und Vermessung und Tiefbauamt
Planung: TÜV Rheinland Grebner Ruchay Consulting GmbH
Finanzierung: 1. Abschnitt (2010-2012) 1,977 Mio. EUR aus dem Programm Stadtumbau West und 816.000 EUR bezirkliche Eigenmittel
2. Abschnitt Gehwege (2013-2014) 1,045 Mio. EUR aus dem Programm Stadtumbau West (geplant)
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AktuellAbgeschlossen

Fördergebiete & Projekte

Ansprechpartner

Rogoll, Iris
Bezirksamt Neukölln von Berlin
Tel: (030) 90239-3511

Benachbarte Projekte

Projekt-News

Oktober 2012

Südlicher Abschnitt der erneuerten Karl-Marx-Straße feierlich übergeben

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Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
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