Städtebau  

 

Stadterneuerung - Pankow - Rundgang Wollankstraße

Ehemaliges Jüdisches Waisenhaus


Berliner Straße 120-121

Das ehemalige Jüdische Waisenhaus ist ein monumentaler Neobarockbau mit hohem Walmdach, das 1912 errichtet wurde. Bis 1942 beherbergte es das Zweite Waisenhaus der Jüdischen Gemeinde und wurde dann vom Reichssicherheitshauptamt übernommen. Nach 1945 wurde es von der sowjetischen Militäradministration und vom Deutschen Sportbund genutzt. Bis 1989 nutzten Polen und zuletzt Kuba den Bau als Botschaft in der DDR. 1999 erwarb die Dr. Walter und Margarete Cajewitz-Stiftung das Haus und sanierte es aufwändig. Seit 2001 hat die Bibliothek des Ortsteils in drei Etagen ihr Domizil gefunden, seit 2007 befindet sich außerdem die freie Grundschule "SchuleEins" im Gebäude. Zugleich ist das Gebäude eine Gedenkstätte für jüdisches Leben in Pankow. Besonderes Schmuckstück ist die restaurierte, ornamental bemalte Kassettendecke des einstigen Betsaales. In dem Saal finden verschiedenste Veranstaltungen statt.

Die Sanierung des ehemaligen Waisenhauses und die Etablierung verschiedener öffentlicher Nutzungen haben wesentlich zur Belebung der Berliner Straße beigetragen.

Projektdaten
Eigentümer: Dr. Walter und Margarete Cajewitz-Stiftung
Bauherr: Dr. Walter und Margarete Cajewitz-Stiftung
Finanzierung: Eigenmittel, Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin, Landesdenkmalschutz
Planung / Bauleitung: Architekten Römeth/Hastenteufel (Hannover) und Architekt Bernhard Leisering (Berlin)
Investition / Baukosten: 3,5 Mio. Euro
Grundstücksgröße: 2.534 m²
Nettogrundfläche: 2.900 m²
Bauzeit: 2000/2001



Ehemaliges Jüdisches Waisenhaus; Foto: Jahn, Mack & Partner
Ehemaliges Jüdisches Waisenhaus; Foto: Jahn, Mack & Partner
Ehemaliges Jüdisches Waisenhaus; Foto: Jahn, Mack & Partner
Ehemaliges Jüdisches Waisenhaus
Fotos: Jahn, Mack & Partner

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