Städtebau  

 

Stadterneuerung - Friedrichshain-Kreuzberg - Rundgang Traveplatz-Ostkreuz

Lenbachplatz


Bildleiste verschiedener Ansichten des Lenbachplatzes

Die ca. 6.248 m² große Platzanlage ist erst Ende der 1950er Jahre nach Abräumung der kriegsbedingt zerstörten Bebauung auf dem östlichen Teil des Blockes angelegt und in den 80er Jahren, nach Abbruch der noch verbliebenen Bebauung (u.a. Lenbachstraße 13) erweitert worden, so dass heute das gesamte Karree neben den größeren Freiflächen auf dem Traveplatz und dem Boxhagener Platz eine von drei Grünanlagen für das gesamte Boxhagener Quartier mit über 25.000 Einwohnern ist.

Mit dem Fortgang der Sanierung der Wohngebäude und dem Zuzug neuer Haushalte haben die AnwohnerInnen auch die Sanierung der Platzanlage eingefordert. Im Rahmen eines Gutachterverfahrens mit intensiver Beteiligung der AnwohnerInnen und der Hort-Kinder der nahe gelegenen Zille-Grundschule ist der Entwurf der Landschaftsarchitektin Birgit Hammer zur Umsetzung ausgewählt worden.

Entlang der Sonntagstraße wird eine Promenade errichtet, um den Straßenraum mit einzubeziehen und Sitzangebote ohne Konsumzwang anzubieten. Die Platzanlage selbst wird eingezäunt und unterteilt sich durch eine lange rote Bank mit parallel verlaufendem Rosenbeet in eine große Rasenfläche und einen Spielbereich mit Angeboten für alle Altersgruppen. Der vorhandene Ballspielplatz wird erneuert; zusätzlich werden ein Streetball-Korb, eine Kletterwand, Tischtennisplatten einschließlich einer runden Platte, Trampolin und ein großes Spielgerät sowie ein Wasserspiel aufgestellt. In einer Planungswerkstatt wird die Gestaltung der Spielflächen vor Baubeginn noch einmal mit den Schulkindern ausführlich erörtert werden.

In 2006 kann voraussichtlich mit den Bauarbeiten begonnen werden.

An der nördlichen Platzkante in der Sonntagstraße haben sich in den letzten Jahren Cafes und Kneipen angesiedelt, was zum einen die Straßen belebt, in den Abend- und Nachtstunden aber zu Konflikten führen kann zwischen ruhebedürftigen AnwohnerInnen und Kneipenbummlern, die in lauen Sommerabenden im Freien sitzen möchten. In einem Clearing-Verfahren wurde deshalb zwischen den Gaststättenbetreibern und den AnwohnerInnen Regelungen festgelegt, wie das Lärmniveau auf ein erträgliches Maß gesenkt werden kann.



Abbildungen:
BSM mbH

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