Städtebau  

 

Stadterneuerung - Friedrichshain-Kreuzberg - Rundgang Traveplatz-Ostkreuz

Grundschule am Traveplatz


Bildleiste verschiedener Ansichten der Grundschule am Traveplatz

Mit der Fertigstellung der zweiten Freifläche auf dem Eckgrundstück Jessnerstraße 34. 36 / Travestraße 1 ist die Sanierung der Grundschule nahezu abgeschlossen. Neben Restarbeiten im Schulgebäude soll noch das Speisegebäude im Blockinnenbereich unter energetischen Gesichtspunkten saniert, ein Gründach das alte Wellblechdach ersetzen und durch den Einbau eines behindertengerechten WC als barierrefreier Kiez-Versammlungsraum ausgebaut werden.

1892 war auf dem Standort das älteste Schulgebäude Friedrichshains errichtet worden; im II. Weltkrieg wurde das Gebäude zerstört und 1952 durch einen Neubau ersetzt. Der sanierte Klinkeraltbau stammt aus den Jahren 1901-1903; 1912 wurde die Schule um die kleine Sporthalle erweitert.

Trotz der steigenden Einwohnerzahlen im Sanierungsgebiet und den wieder steigenden Geburtenraten musste 2001 um den Standort im Sanierungsgebiet gekämpft werden, da unweit in der Scharnweberstraße eine zweite Grundschule war und ein Standort geschlossen werden musste. Nach dem Übergang der 11. Grundschule in die Grundschule am Traveplatz wurde 2003 zunächst der im Block-innenbereich liegende Schulhof entsiegelt und nach einem Entwurf des Büros für Freiraumplanung Marie-Luise Klein kindgerecht umgestaltet. Mit dem Umbau wurde auch die Ableitung des Regenwassers in die Kanalisation beendet und durch ein umweltfreundliches Sammel- und Versickerungssystem mit Rigolen, Mulden und einer Zisterne ersetzt. Mit dem gesammelten Regenwasser werden jetzt die Pflanzen und Bäume bewässert.

Über den Strukturfons der Europäischen Union wurde nicht nur die Neugestaltung des Schulhofes gefördert sondern auch die Sanierung der Klinkerfassaden des Altbaus und der Straßenfassade des Neubaus einschließlich der Erneuerung der Sprossenfenster sowie die Umgestaltung des ehemaligen Schulgartens in eine zweite Freifläche, die Ende 2005 fertig gestellt worden ist.

Die zweite Freifläche ist ebenfalls vom Büro für Freiraumplanung in Abstimmung mit der Schule und den Kindern gestaltet worden. In die Mosaiken der Künstlerin Christine Gersch sind von den Schulkindern gestaltete Masken eingefügt.

Die lange - bis vor kurzem noch geschlossene - Brandwand der Schule zum Traveplatz ist durch Fenstereinbauten und Putzflächen aufgelockert und neu gegliedert worden. Mit der hohen Einfriedung der Freifläche soll auch der Verlauf der alten Bebauung, die ebenfalls im Krieg zerstört wurde, gezeigt und stadträumlich die nördliche Kante zum Traveplatz in Teilen wieder hergestellt werden.



Abbildungen:
BSM mbH

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