Städtebau  

 

Stadterneuerung - Friedrichshain-Kreuzberg - Rundgang Traveplatz-Ostkreuz

Bahnhof Ostkreuz


Bildleiste verschiedener Ansichten des Bahnhofs Ostkreuz

Das Sanierungsgebiet ist nach dem größten Kreuzungsbahnhof Berlins benannt. Täglich steigen hier 140.000 - nach dem Umbau prognostizierte 240.000 - Reisende um, aber nur 25.000 Menschen steigen aus oder ein. Das Ostkreuz ist heute schon der wichtigste Umsteigebahnhof in Berlin zwischen Stadt- und Ringbahn; zukünftig sollen dann auch Regionalzüge am Ostkreuz halten. Neben der Sanierung aller baulichen und technischen Anlagen soll der Bahnhof auf Richtungsbetrieb umgestellt werden, d.h. alle Züge einer Richtung halten an dem gleichen Bahnsteig im Gegensatz zur heutigen Situation.

Vor gut 160 Jahren entstand der erste Haltepunkt einer Eisenbahnlinie zwischen Berlin und Frankfurt/Oder. 1871 folgte dann die Fertigstellung der Ringbahn.

1914 wurde vom Reichsbahnarchitekten Richard Brademann für die Fußgänger eine Verbindungsbrücke über den Bahnsteigen errichtet, die mit dem Empfangsgebäude als Baudenkmal eingetragen ist und während der Baumaßnahmen zeitlich befristet abgebaut und nach Fertigstellung der Bahnsteige wieder aufgebaut werden wird. Nur über diese Verbindungsbrücke können die AnwohnerInnen ohne größere Umwege die jeweils anderen Quartiere erreichen, insbesondere die Naherholungsgebiete an der Rummelsburger Bucht und den Treptower Park.

Der 50m hohe Wasserturm zwischen den Gleisanlage gehört ebenfalls zum unverwechselbaren Erscheinungsbild des Bahnhofs Ostkreuz.

Im Zusammenhang mit dem Umbau des Ostkreuz soll die weithin sichtbare Mastanlage an der Revaler Straße abgebrochen und die 110-kV-Leitung im Erdreich verlegt und eine öffentliche Freifläche angelegt werden. Auch für die Bewohner des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes Revaler Str. 26, 26a wird sich Wohnqualität dann deutlich verbessern. Das Gebäude wurde 1929 / 1930 von dem Architekten Richard Nowottnik in der Formensprache des modernen Siedlungsbaus der zwanziger Jahre errichtet.

Zum Abschluss der Sanierungsmaßnahmen in ca. 10-15 Jahren wird der Bahndamm der Nordkurve abgebrochen werden und der Bahnhof soll dann auch einen Vorplatz erhalten, der sich zum heutigen Sanierungsgebiet hin öffnet. Zunächst wird aber der Lenbachplatz für die AnwohnerInnen neu gestaltet.



Abbildungen:
Deutsche Bahn AG (2)
BSM mbH (2)

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