Städtebau  

 

Stadterneuerung - Friedrichshain-Kreuzberg - Aufgehobene Gebiete

Aufgehobenes Sanierungsgebiet Friedrichshain-Kreuzberg - Traveplatz-Ostkreuz


Sommer auf dem Traveplatz, Foto: BSM mbH
Sommer auf dem Traveplatz

Informationen

Berlin Friedrichshain-Kreuzberg

Bezirk Friedrichshain- Kreuzberg von Berlin

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Traveplatz-Ostkreuz
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Status: Aufgehobenes Sanierungsgebiet
seit dem 11.07.2010


Links

 

Das Gebiet

Am östlichen Rand des Bezirkes gelegen und im Osten und Süden begrenzt durch Bahnanlagen und dem namensgebenden Bahnhof Ostkreuz, entstand hier um die Jahrhundertwende zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert ein innerstädtisches Wohngebiet, das nur in den Erdgeschosszonen Ladengewerbe und im Block 74 Gewerbebetriebe aufweist. Der Traveplatz im Norden und der Lenbachplatz im Süden sind die beiden größeren Freiflächen, ergänzt um kleinere Kinderspielplätze in Baulücken.
 
Daten (Stand: 31.12.2007)
Fläche 35,1 ha
Grundstücke 205
Wohnungen 4.234
Einwohner 6.967
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Ergebnisse der Sanierung

Weiterhin steigende Einwohnerzahlen und eine überdurchschnittliche Geburtenrate sind eindeutige Indizien für die positive Entwicklung des Gebietes. Von den 4.234 vorhandenen Wohnungen sind 3.849 bereits vor 1990 errichtet worden. Mehr als zwei Drittel der Altbauwohnungen wurden umfassend saniert; für 1.485 Altbauwohnungen besteht noch ein Resterneuerungsbedarf.

Einhergehend mit der Sanierung des Wohnungsbestandes ist der Leerstand kontinuierlich zurück gegangen; der heute noch vorhandene Leerstand konzentriert sich auf die Gebäude, die einen hohen Erneuerungsbedarf aufweisen (ca. 445 WE). Seit dem Paradigmenwechsel in der Stadterneuerungspolitik - Aufgabe der direkten Förderung von privaten Vorhaben und Umlenken der öffentlichen Mittel in öffentliche Vorhaben - konnten seit 2002 mehrere Maßnahmen vorbereitet werden, deren Fertigstellung das Wohnumfeld - insbesondere für Haushalte mit Kindern - deutlich verbessert haben. Erstmals nach vielen Jahren sind wieder - für drei Standorte - sanierungsrechtliche Genehmigungen für die Errichtung von Neubauwohnungen erteilt worden; bei einem Vorhaben ist bereits mit dem Bau begonnen worden.

Folgende öffentliche Maßnahmen konnten bisher realisiert werden:
  • Sanierung des Schulstandortes Jessnerstraße / Travestraße
  • neu errichtete Kinderspielplätze in der Böcklinstraße 11 / Wühlischstraße 54, Müggelstraße 12, Jungstraße / Oderstraße 15, Wühlischstraße 3, 4; weitere Standorte sind in der Vorbereitung
  • Umbau einer Verkehrsinsel zu einem kleinen Stadtplatz an der Boxhagener / Wühlischstraße, benannt in Caroline-Herschel-Platz
  • Erneuerung des Traveplatzes mit ergänzender Ausweisung eines Hundeauslaufplatzes Gürtelstraße 18, 19
  • Errichtung einer autofreien Spielstraße in der Müggelstraße sowie Umgestaltung des Straßenraumes mit Baumpflanzungen und Neuordnung des ruhenden Verkehrs in der Müggel- und Weserstraße
  • Erneuerung und Umgestaltung des Lenbachplatzes

Fortzuführende Maßnahmen


Grundschule am Traveplatz

In 2007 konnten die letzten Renovierungsarbeiten im Schulgebäude fertig gestellt werden, so dass die neuen ersten Klassen von Anfang an in eine sanierte Schule gehen, die auch über zwei unterschiedlich gestaltete Freiflächen mit vielen Bewegungsangeboten verfügt. Im Frühjahr 2008 konnte die Erneuerung der freistehenden Schulmensa abgeschlossen werden. Das Gebäude dient zukünftig nicht nur der Speisenversorgung der Kinder sondern auch als Versammlungsraum für die verschiedensten kulturellen Veranstaltungen. Durch den barrierefreien und behindertengerechten Umbau können künftig auch Rollstuhlfahrer an Veranstaltungen teilnehmen. Der von der Schulkonferenz ausgewählte Name für das Gebäude, TRAVERIA, wird im Herbst 2008 angebracht.

Block 70 - 2 Kitas in der Scharnweberstraße 60 + 61,
eine Blockdurchwegung und ein neuer öffentlicher Spielplatz

Nach der Bewilligung weiterer Förderungsmittel konnte im Frühjahr 2008 auch der Vorgarten der Kita Hopsekäse, Scharnweberstraße 60 neu gestaltet werden. Parallel zu den Arbeiten am Vorgarten hat der Humanistische Verband als Träger der Kita Sanierungsmaßnahmen an den Fassaden durchgeführt, so dass der gesamte Standort, wie auch der der benachbarten Kita Regenbogen-Fisch (Scharnweberstraße 61) umfassend erneuert ist.

Die Vorbereitung für die durch die Grundstücksneuordnung abgetrennten Flächen für einen öffentlichen Spielplatz in der Dossestraße 1 und für eine öffentliche Blockdurchwegung zwischen Scharnweber- und Dossestraße sind weit vorangeschritten. Mit den Kindern der Grundschule am Traveplatz wurden in einem Workshop ihre Wünsche an den zu gestaltenden Spielplatz für die Altersgruppe ab 10 Jahre erarbeitet, wobei besonders auf die geschlechterspezifischen Anforderungen eingegangen worden ist. Die Planung für die Durchwegung wird erstmalig unter besonderer Berücksichtigung des Gender Mainstreaming erarbeitet mit einem ergänzenden Bürgerbeteiligungsverfahren.

Sowohl für den öffentlichen Spielplatz als auch für die Durchwegung sind jeweils vier Landschaftsplanungsbüros mit der Erarbeitung eines Vorentwurfes beauftragt, aus denen ein Gremium die zur Realisierung vorgesehenen Entwürfe "Affentheater" vom Büro plancontext für den Spielplatz Dossestraße 1 und die "Grüne Fuge" vom Büro Lützow 7 für die Durchwegung ausgewählt hat. Baubeginn soll im Spätherbst 2008 sein.

Wettbewerbsergebnisse:

Spielplatzplanung Dossestraße 19

Auf dem Grundstück Dossestraße 19 soll ein weiterer Spielplatz für Kleinkinder errichtet werden, der nach Fertigstellung des geplanten Fußweges zwischen Scharnweber- und Dossestraße auch von dem nördlich der Scharnweberstraße gelegenen Wohnquartier gut erreichbar sein wird. Nach Abschluss der laufenden Kaufverhandlungen sollen in 2009 mit den nächsten Arbeitsschritten die Umsetzung des Sanierungszieles vorbereitet werden.

Sporthalle Oderstraße 29-31 mit einer Jugendeinrichtung am Standort

Der Bedarf an gedeckten Sportflächen besteht sowohl im Freizeit- und Gesundheitssportbereich als auch für den Schulsport. Die städtebauliche Einbindung dieses Großbauvorhabens als auch die Verknüpfung mit dem Sportfunktionsgebäude Gürtelstraße 20 und mit dem Kurt-Ritter-Sportplatz sind mit den zuständigen Fachämtern abgestimmt worden. In einem Verbindungsbau wird zusätzlich eine Einrichtung des Jugendamtes untergebracht, damit das Mietobjekt für die KinderOase aufgegeben werden kann und der Standort zur Unterstützung von Familien dauerhaft gesichert wird. Das Vorhaben wird für eine Förderung im Stadtumbau-Programm Ost vorbereitet und soll in 2010 fertig gestellt werden. Die Sporthalle kann in Abhängigkeit von den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln voraussichtlich erst in 2010/2011 genutzt werden.

Block 81 - Endmastanlage

Ende 2007 konnte nach langen Verhandlungen zwischen dem Land Berlin und VATTENFALL Europe AG eine Vereinbarung zur Finanzierung der Erdverkabelung der von der Rummelsburger Bucht kommenden und die Gleisanlage am Ostkreuz querende 110-kV-Freileitung abgeschlossen werden. Die Zustimmung der Deutschen Bahn zu dem Vorhaben vorausgesetzt, kann voraussichtlich Ende 2009 mit dem Abbau der sogenannten Endmastanlage begonnen und eine öffentliche Freifläche zwischen Simplon- und Revaler Straße als Ergänzung zum Lenbachplatz errichtet werden.

Umbau der Jessnerstraße

Im Verlauf des Jahres 2009 soll die Jessnerstraße zwischen Scharnweber- und Weserstraße umgebaut werden. Ziel ist es, die weitgehend baumlose Straße durch die Pflanzung von Straßenbäumen sowie durch die Neugestaltung der Gehweg-, Fahrbahn- und Stellplatzbereiche aufzuwerten, um damit die Wohnumfeldqualität zu verbessern.

Städtebaulicher Ideenwettbewerb - westlicher Teil des Blocks 74

Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg führte einen städtebaulichen Ideenwettbewerb zur Konkretisierung der Sanierungsziele und zur Neuordnung des westlichen Teils des Blocks 74 im Sanierungsgebiet Traveplatz-Ostkreuz durch. Die bisher industriell bzw. gewerblich genutzten Flächen sollen nach dem geplanten Umzug eines Kunststoff verarbeitenden Betriebs zu einem attraktiven innerstädtischen Wohnquartier mit angeschlossenem Nahversorgungszentrum entwickelt werden. Zudem soll eine Kindertagesstätte im Wettbewerbsgebiet berücksichtigt werden, um dem örtlichen Mangel an Kita-Plätzen entgegenwirken zu können. Teil der Wettbewerbsaufgabe war außerdem die Berücksichtigung einer attraktiven fußläufigen Verbindung zwischen Caroline-Herschel-Platz und Weserstraße/Jessnerstraße sowie eines Quartierplatzes oder Pocketparks für die Anwohner.

Wettbewerbsgebiet
Wettbewerbsgebiet
 



Rechtsverordnungen


Lenbachplatz, Foto: BSM mbH
Lenbachplatz

Spielplatz in der Oderstraße, Foto: BSM mbH
Spielplatz in der Oderstraße

Bahnhof Ostkreuz, Foto: BSM mbH
Bahnhof Ostkreuz

Sternenwächter auf dem Stadtplatz Boxhagener Straße, Foto: BSM mbH
Sternenwächter auf dem Stadtplatz Boxhagener Straße

Vorgarten der Kita Hopsekäse, Foto: BSM mbH
Vorgarten der Kita Hopsekäse

Auf dem Kletterfelsen vor der Sprayerwand, Foto: BSM mbH
Auf dem Kletterfelsen vor der Sprayerwand

Sprayer-Aktion Böcklin-/Wühlischstraße, Foto: BSM mbH
Sprayer-Aktion Böcklin-/ Wühlischstraße

Spielplatz, Lenbachplatz, Foto: BSM mbH
Spielplatz, Lenbachplatz

Spielplatz Müggel-Dschungel, Foto: BSM mbH
Spielplatz Müggel-Dschungel

Wohnumfeldverbesserung in der Müggelstraße, Foto: BSM mbH
Wohnumfeldverbesserung in der Müggelstraße

Speiseraumgebäude der Grundschule am Traveplatz, Foto: BSM mbH
Speiseraumgebäude der Grundschule am Traveplatz

Speiseraum der Grundschule am Traveplatz, Foto: BSM mbH
Speiseraum der Grund-
schule am Traveplatz

Hort, Foto: BSM mbH
Hort

Endmastanlage, Foto: BSM mbH
Endmastanlage


Fotos:
BSM mbH

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