Städtebau  

 

Stadterneuerung - Friedrichshain-Kreuzberg - Rundgang Samariterviertel

Samariterkirche und Bänschpromenade


Bildcollage verschiedener Ansichten der Samariterkirche und Umebung

Umgeben von freiem Feld und Kleingärten entstand die Samariterkirche zwischen 1892-1994 nach Entwürfen von Gotthilf Ludwig Möckel in neogotischem Stil märkischer Prägung. Die Kirche steht auf städtischem Grund und war 1894 eingeweiht worden. Bautechnisch bemerkenswert sind die patentierten Stütz- und Gewölbesysteme. Mit ihrem 60m hohen Turm, den gotischen Schmuckformen und reichen Verzierungen ist die Kirche nicht nur die wichtigste architektonische Sehenswürdigkeit sondern auch eines der ältesten Bauwerke im Samariterviertel. Nachdem das Gebäude zu Kriegsende mehrfach beschädigt worden war, wurde das Baudenkmal Ende der 1980er Jahre generalinstandgesetzt. Zu Kriegsende legte der damalige Pfarrer hinter der Kirche einen Notfriedhof für 289 gefallenen Zivilisten und Soldaten an. Im Zuge der Umgestaltung dieser Fläche zu einem Spielplatz für den Kindergarten der Samaritergemeinde wurden 1994 die Gräber nach einem Friedhof in Hohenschönhausen umgebettet.

In östlicher und westlicher Richtung von der Kirche aus verläuft die Bänschstraße mit ihrer Mittelpromenade. Beginnend 1995 wurde die Bänschpromenade mit Städtebaufördermitteln erneuert und umgestaltet. Nach dem Abriss überdimensionierter Pflanzkübel aus Beton, der Verlagerung von Stellplätzen, dem Ersatz kranker Bäume sowie der Anlage von Pflanzrabatten und dem Aufstellen von Bänken erhielt sie wieder ihre Gestalt und Bedeutung als "grünes Rückgrat" des Samariterviertels zurück. Mit etwa 5.000 m² ist sie zudem eine der wenigen größeren Freiflächen in dem dicht bebauten Samariterviertel. Zwischen der Proskauer Straße im Westen und der Voigtstraße im Osten ist die Bänschstraße mit den anliegenden Wohnhäusern als denkmalgeschützter Bereich ausgewiesen. Ein Farb- und Gestaltungskonzept auf der Grundlage restauratorischer Untersuchungen stellt den Entscheidungsrahmen für Sanierungsmaßnahmen dar.



Abbildungen:
STATTBAU GmbH, Uwe Friedrich

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