Städtebau  

 

Stadterneuerung - Friedrichshain-Kreuzberg - Rundgang Samariterviertel

Sportfläche Heinrich-Hertz-Gymnasium


Bildcollage verschiedener Ansichten der Sportfläche des Heinrich-Hertz-Gymnasiums

Schreinerstraße 4

Nach dem Krieg waren von dem früheren Vorderhaus mit zwei Seitenflügeln nur noch Teile übrig geblieben, die seit Ende der 70iger Jahre unbewohnbar waren und leer standen. Die Wohnungsbaugesellschaft Friedrichshain mbH als Besitzerin des Grundstückes war von der Bauaufsicht 1997 zum Abbruch aufgefordert worden, um Gefahren abzuwehren. Nach den ursprünglichen Sanierungszielen sollte auf dem Grundstück ein Neubau zur Erweiterung des südlich angrenzenden Heinrich-Hertz-Gymnasium errichtet werden. Da die Erweiterungsplanung für das Gymnasium zwischenzeitlich aufgegeben worden war, wurden die Sanierungsziele geändert und die Anlage einer Sportfreifläche beschlossen.

Eine besondere Herausforderung bestand in der Bewältigung des 2,00m hohen Geländeunterschiedes zwischen Schulhof und der neuen Sportfläche, denn die Schüler sollten diese in kürzester Zeit erreichen können. Über einen Treppenpavillon auf dem Schulhof ist nun der schnelle Zugang möglich.

Die Sportfläche ist mit einem modernen Kunststoffbelag ausgestattet. Der Platz kann für Street- und Basketballspiele sowie für Volleyballspiele genutzt werden. Die angrenzenden Brandwände wurden im Zuge der Baumaßnahmen begrünt. Die Einfassung der Sportfläche zur Straße wurde von Gino Fuchs, einem jungen Künstler aus Friedrichshain, der einem vom Senat geförderten Grafitti-Projekt für Jugendliche angehörte, gestaltet.

In Abstimmung mit dem Gymnasium kann der Platz von Allen genutzt werden, wovon reger Gebrauch gemacht wird. Zwar ist der Bedarf an ungedeckten Sportfreiflächen im Samariterviertel bei weitem nicht gedeckt, doch die Sportfläche Schreinesrtr.4 trägt zumindest zur Verringerung des Defizits bei und ist damit ein weiteres Angebot für sportliche Freizeitnutzung für Jung und Alt.


Projektdaten
Bauherr: WBF Friedrichshain
Finanzierung: Städtebaufördermittel
Planung: Büro für Freiraumplanung Marie-Luise Klein, AGK Architekten Bernfried Adam
Realisierungszeitraum: 1999-2000


Abbildungen:
STATTBAU GmbH

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