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Gründerinnenzentrum WeiberWirtschaft


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Anklamer Straße 38-40

Die im Dezember 1989 gegründete Frauengenossenschaft WeiberWirtschaft erwarb 1992 die Grundstücke Anklamer Straße 38-40 mit einem gewerblich genutzten Gebäudekomplex und potenziellen Neubauflächen. Ende 1993 begannen die Baumaßnahmen zur Erneuerung der 5 700 m² Gewerbeflächen und zur Errichtung eines Wohn- und Geschäftshauses mit 1 330 m² Nutzfläche und 13 Wohnungen im ersten Förderweg des sozialen Wohnungsbaus. Im September 1996 konnten die Arbeiten abgeschlossen werden. Die Gesamtkosten der Maßnahme betragen ca. 18 Millionen EUR. In dem Komplex entstanden neben den 13 Wohnungen Betriebsräume für etwa 50 Unternehmerinnen, neuen Läden, drei Ateliers, eine Kindertagesstätte, ein Tagungszentrum, ein Restaurant und ein Büro.

Das Projekt von Frauen für Frauen unterstützt gezielt Gründerinnen und eine Nachbarschaft von Frauenbetrieben, die kommunikativ und geschäftlich voneinander profitieren können. Synergieeffekte entstehen durch den Branchenmix aus Handwerk, Läden, Praxen für Ärztinnen und Anwältinnen, Ateliers und Vereinen zur Frauenförderung.

Die "WeiberWirtschaft", größte Frauengenossenschaft der Bundesrepublik, hat sich zum Ziel gesetzt, "wirtschaftlicher Kompetenz von Frauen zur Durchsetzung zu verhelfen", wozu "Eigentum an Grund und Boden sowie Kapital in Frauenhand" unverzichtbar gehören. Mitglieder der Genossenschaft, also auch Wohn- oder Gewerbemieter des Gründerinnenzentrums, können ausschließlich Frauen werden.

Neben der gezielten Förderung von Frauen waren mit der Erneuerung des Gewerbekomplexes besondere ökologische Ziele verknüpft, so unter anderem der Bau einer thermischen Solaranlage, die Installation einer Photovoltaikanlage, die Errichtung einer gasbetriebenen Motorheizkraftanlage, der Bau einer Regenwassernutzungsanlage und einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.

Die hohen inhaltlichen Ziele des Projektes kontrastieren mit dem geradezu spartanisch wirkenden Erscheinungsbild des Gebäudekomplexes im Straßenbild, dem weiß gestrichenen, schnörkellosen Glattputz der Fassade.

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Abbildungen:
KoSP GmbH


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