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Stadterneuerung - Mitte - Rundgang Rosenthaler Vorstadt

Elisabethkirche und Rosengarten


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Invalidenstraße 3

Die Elisabethkirche ist die bedeutendste der vier Berliner Vorstadtkirchen, die nach Entwürfen von Schinkel unter der Herrschaft Friedrich Wilhelm III. erbaut wurden. Mit diesem Kirchenbau, der als Hallenbau im klassizistischen Stil ausgeführt und 1835 eingeweiht wurde, bezweckte die preußische Herrschaft die "geistige Hebung" der stetig wachsenden Bevölkerung vor den Toren der Stadt Berlin. Zu erheblichen Veränderungen kam es von 1890 bis 1907, als der westliche Randbereich der Parkanlage durch den Neubau des Pfarr- und Gemeindehauses beansprucht wurde.

Obwohl die Elisabethkirche 1945 nach einem Bombenangriff bis auf die Umfassungswände ausbrannte und bis 1991 ihrem Schicksal überlassen blieb, vermittelt der Bau auch heute noch einen überwältigenden Eindruck von der architektonischen Qualität des Schinkel'schen Entwurfs. 1991 vom Bewuchs und den Schuttmassen befreit, erhielt die Kirche ein Notdach.

Seit 2000 wird das Mauerwerk gesichert und saniert. Für die nächsten Jahre ist eine vollständige Wiederherstellung der Kirche geplant. Sie soll dann für kirchliche Zwecke und für kulturelle und künstlerische Angebote genutzt werden, vornehmlich im Bereich der darstellenden Kunst und der Musik, ergänzt durch Ausstellungen.

Das Gebäude wird seinem architektonischen Rang entsprechend auch für Veranstaltungen, Tagungen und Ausstellungen mit überregionaler Ausstrahlung bereitgestellt werden.

Die Grünfläche vor der Elisabethkirche gehörte ursprünglich zum ehemaligen Kirchpark. Ihre heutige Gestaltung erfolgte um 1880 und ist zu großen Teilen auf den Gartenarchitekten Mächtig zurückzuführen. Nach jahrelanger Vernachlässigung und Sperrung des Gartens für die Öffentlichkeit wurde das Gartendenkmal mit öffentlichen Mitteln erneuert und ist nach der Fertigstellung im Juli 2001 wieder zugänglich.

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Abbildungen:
KoSP GmbH (2)

Kulturbüro Sophien

Architekt K. Block

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