Städtebau  

 

Stadterneuerung - Tempelhof-Schöneberg

Vorbereitende Untersuchungen - Rathaus Tempelhof und näheres Umfeld


Foto: Dirk Laubner
Schrägluftbild Tempelhof Foto: Dirk Laubner


Das Gebiet

Das Gebiet "Rathaus Tempelhof und näheres Umfeld" zeichnet sich durch seine besondere stadträumliche Lage aus. Neben der guten verkehrlichen Erschließung und Anbindung an das ÖPNV-Netz konzentrieren sich in dem Bereich zwischen Götz- und Albrechtstraße viele öffentliche Funktionen wie das Stadtbad Tempelhof oder die Bezirkszentralbibliothek. Auch die vielfältigen Parks und Grünanlagen sowie der alte Dorfkern sind für diesen Bereich prägend.

Handlungsbedarf

Trotz seiner Zentralität entspricht der Bereich nicht seiner notwendigen Bedeutung für den Ortsteil Tempelhof und wird den Anforderungen der wachsenden Stadt nicht gerecht. Die öffentlichen Einrichtungen der 1950er-1960er Jahre sind in die Jahre gekommen: die Gebäude sind teilweise stark sanierungsbedürftig und eine bauliche Anpassung an sich wandelnde Raumbedarfe und Nutzungsanforderungen gestaltet sich schwierig. Eine mangelnde Vernetzung der Freiräume, unklare Zuwegungen zu den öffentlichen Gebäuden sowie teilweise nicht nutzbare Freiflächen lassen eine klare Grün- und Freiraumstruktur vermissen und erschweren die Orientierung und Durchlässigkeit des Gebiets. Auch im Bereich Nutzbarkeit, Gestaltung und Aufenthaltsqualität bleiben die Grün- und Freiräume hinter ihren Möglichkeiten zurück. Der Tempelhofer Damm als Einzelhandelsstandort bedarf einer Attraktivitätssteigerung und Funktionsstärkung.

Hinzu kommt, dass sich aufgrund der in den letzten Jahren deutlich gewachsenen Bevölkerung Berlins und der prognostizierten Bevölkerungsentwicklung die Rahmenbedingungen für die Stadtentwicklung gegenüber der letzten Dekade deutlich verändert haben: die Entwicklung von integrierten Wohnbaustandorten und die daran gekoppelte Schaffung von gefördertem Wohnraum ist heute von sehr hoher wohnungspolitischer Bedeutung in Berlin.

Im Zuge der erforderlichen Aufwertungsmaßnahmen besteht in diesem Bereich die Chance, durch Neuordnung und Wiedernutzung nicht oder minder genutzter öffentlicher Flächen neue Bereiche für den Wohnungsbau zu schaffen.

Leitbild und Entwicklungsziele

Insgesamt soll eine partizipative, partnerschaftlich getragene und sozialorientierte Gebietsentwicklung erfolgen, mit dem Ziel den Bereich als integrierten, gut erschlossenen Dienstleistungs-, Kultur- und Gewerbestandort zu stärken und gleichzeitig größere zusammenhängende Flächen für den Wohnungsbau zu schaffen.

Mit Hilfe sogenannter vorbereitender Untersuchungen nach § 141 Baugesetzbuch wird geprüft, ob und in welchem Umfang für eine Aufwertung und Weiterentwicklung des Gebietes ein integriertes Stadterneuerungs­verfahren und der Einsatz von Städtebaufördermitteln in Frage kommt.