Städtebau  

 

Stadterneuerung - Treptow-Köpenick - Aufgehobene Gebiete

Aufgehobenes Sanierungsgebiet Treptow-Köpenick - Oberschöneweide


Schauhallen in ehemaligen Industriegebäuden; Visualisierung: Kahlfeldt Architekten
Schauhallen in ehemaligen Industriegebäuden
Visualisierung: Kahlfeldt Architekten

Informationen

Berlin Treptow-Köpenick

Bezirk Treptow-Köpenick von Berlin

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Oberschöneweide
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Status: Aufgehobenes Sanierungsgebiet
seit dem 11.07.2010


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Das Gebiet

Das Sanierungsgebiet Oberschöneweide liegt im Südostraum Berlins an der Spree. Entstanden um die Jahrhundertwende (19.-20. Jh.) hat es eine Insellage im städtischen Gesamtkontext. Der Stadtteil besteht aus bandartigen Strukturen: den zum Teil denkmalgeschützten Industriegebäuden zwischen Spree und Wilhelminenhofstraße, dem Wohngebiet nördlich der Wilhelminenhofstraße mit einer Blockrandbebauung, dem dahinter liegenden Reformwohnungsbau aus den 20er Jahren, den Plattenbauten aus den 50er und 60er Jahren und dem daran angrenzenden Volkspark Wuhlheide.

Signifikant ist die massive Industriebebauung entlang der Spree, die den Zugang zu den Uferbereichen verwehrt. Hohes Verkehrsaufkommen belastet als Durchgangsverkehr das Wohngebiet.
 
Daten (Stand: 31.12.2007)
Fläche 41,3 ha
Grundstücke 255
Wohnungen 3.562
Einwohner 5.375
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Sanierungsziele

Oberschöneweide sollte eine neue Lebensqualität und Identität erhalten, indem es als Wohn-, Arbeits-, Bildungs- und Kulturstandort gestärkt wird.
Das kulturelle Angebot und attraktive Freizeitmöglichkeiten sind neben der Verfügbarkeit von guten Wohnungen, Kitas und Schulen Voraussetzung für den Verbleib und den Zuzug der künftigen Wohnbevölkerung.
 

Ergebnisse der Sanierung

Seit Beginn des Sanierungsverfahrens hat das Gebiet eine stetige, positive Entwicklung genommen.

Mit Stand 2007 wurden ca. 82 % (2.812 WE) des Altbaubestandes saniert. Im Neubau sind bisher ca. 200 WE errichtet worden.

Die Wilhelminenhofstraße und der Einmündungsbereich zur Rathenaustraße wurden neu gestaltet. Annähernd zwei Drittel des öffentlichen Straßenlandes sind inzwischen begrünt.

In den Jahren 2001 und 2002 wurden die Spielplätze in der Deulstraße 19/20 und in der Plönzeile 15 fertiggestellt.

Gegenüber dem Zeitpunkt der Vorbereitenden Untersuchungen ist ein Bevölkerungszuwachs von fast 50 % zu verzeichnen. Besonders ist dies dem Zuzug von jungen Familien mit Kindern zuzuschreiben.

In den Schulen des Gebietes wurden umfassende bauliche Maßnahmen durchgeführt. Unter anderem konnten Schulfreiflächen, Schulsportflächen und Fassaden neu gestaltet werden. Die Edisongrundschule wurde um den Neubau eines Hortgebäudes erweitert. Die umfassend erneuerte Kita Griechische Allee konnte Ihre Kapazität auf 180 Plätze erweitern.

Als eines der wichtigsten Sanierungsziele für Oberschöneweide wurde die Anbindung des Ortsteiles an die Spree formuliert. Ziel ist es, den Uferwanderweg zwischen Treskow-Brücke und Wilhelminenhofstraße der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Im Sommer 2007 wurde der an historischer Stelle wiederhergestellte Kaisersteg, der Ober- mit Niederschöneweide als Fußgängerbrücke verbindet, eröffnet. Die zwischenzeitlich als Kranbahnpark gestaltete Fläche Wilhelminenhofstraße 81 wurde im Zusammenhang mit dem Ende 2007 neu gestalteten Stadtplatz an der Spree als Promenade gestaltet. Sowohl der Stadtplatz an der Spree als auch die Kranbahnpromenade sind Bestandteil des geplanten Ensembles des überregionalen Kulturstandortes Schauhallen Berlin.

Die Gestaltung der Schauhallen Berlin wurde im Rahmen eines Wettbewerbsverfahrens entschieden. Dieses Gestaltungskonzept bildete die Grundlage für ein weiteres Gutachterverfahren zur Gestaltung des Stadtplatzes. Die Baumaßnahmen für die Schauhallen werden bis 2011 abgeschlossen sein.

Mit dem Wintersemester 2006 konnte die Hochschule für Technik und Wirtschaft mit ihrem Campus in Oberschöneweide als ein wesentlicher Standortfaktor für das Gebiet geworben werden.

Gemeinsam mit Kultur-Projekten wie den Schauhallen Berlin und anderen, die im Verflechtungsbereich des Sanierungsgebietes entwickelt wurden (Karl-Hofer-Stiftung, Atelier-Gebäude Haus 79, Kunstfabrik BAT 15, Veranstaltungszentrum Christuskirche, Stadtteilzentrum Alte Turnhalle), gibt die Ansiedlung der HTW starke Impulse zur Entwicklung des Gebietes und bildet einen Anziehungspunkt für ein junges, innovatives Publikum. Diese Konzentration an Einrichtungen wirkt sich belebend für den gesamten Stadtteil aus.
 

Fortzuführende Maßnahmen

In den kommenden Jahren richtet sich der Schwerpunkt des Sanierungsverfahrens auf die Erneuerung von Straßen, Plätzen sowie die Fortführung der Baumaßnahmen an den öffentlichen Infrastruktureinrichtungen.

Es werden die Deulstraße mit ihren historischen Vorgärten und die Rathenaustraße neu gestaltet. Die Verkehrsbelastung - besonders in der Siemens- und Edisonstraße - sollen vermindert werden. Die Herstellung großflächiger Grün- und Freiflächen sowie die städtebauliche Neuordnung des Bereiches zwischen Wilhelminenhof- und Siemensstraße sind geplant.


Rechtsverordnungen

Nalepastraße, Foto: STATTBAU GmbH
Nalepastraße

Kaisersteg, Foto: STATTBAU GmbH
Kaisersteg

Kunstaktion, Foto: STATTBAU GmbH
Kunstaktion

Kita Griechische Allee, Foto: Behles & Jochimsen Gesellschaft mbH
Kita Griechische Allee, Foto: Behles & Jochimsen Gesellschaft mbH

HTW Berlin, Foto: STATTBAU GmbH
HTW Berlin

Kranbahnpark, Foto: STATTBAU GmbH
Kranbahnpark


Fotos (soweit nicht unter den Fotos angegeben):
STATTBAU GmbH

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