Städtebau  

 

Stadterneuerung - Pankow - Rundgang Komponistenviertel

Jüdischer Friedhof

 

Grabanlage auf dem Jüdischen Friedhof
Grabanlage auf dem Jüdischen Friedhof
Der Jüdische Friedhof Weißensee wurde ab 1876 auf einem 40 Hektar großen Gelände als dritte Begräbnisstätte der wachsenden jüdischen Gemeinde Berlins angelegt.

Der Friedhof besitzt über 115.000 Grabstellen und ist der größte erhaltene jüdische Friedhof Europas. Hier ruhen auch Prominente aus Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft des frühen 20. Jahrhunderts. Unter anderem der Maler Lesser Ury (1931), der Philosoph Hermann Cohen (1918), der Mediziner August Fraenkel (1916), die Verleger Rudolf Mosse (1920) und Samuel Fischer (1934), die Warenhausgründer Hermann Tietz (1907) und Adolf Jandorf (1932), der Industrielle Benno Orenstein (1926) oder der Hotelier Berthold Kempinski (1910).
Die Eingangsgebäude wurden 1880 von Hugo Licht erbaut

Die kreisförmig angeordneten Steine im Eingangsbereich mit den Namen der Vernichtungslager der NS-Zeit mahnen die folgenden Generationen.

In der jüdischen Religion nehmen Friedhöfe einen besonderen Platz ein. Der "gute Ort" ist ein Raum der ewigen Ruhe, der dort Beigesetzte hat diesen Platz für immer. Die kleinen Steine, abgelegt auf den Gräbern, sind ein Zeichen des Gedenkens an die Beigesetzten.
Die gesamte Friedhofsanlage steht unter Denkmalschutz.

Im Jahr 2010 wurde mit der Sanierung der Friedhofsmauer und 10 einsturzgefährdeten Wandgrabanlagen aus Mitteln des Bundes, des Landes Berlin und der Jüdischen Gemeinde begonnen.
Seit Jahren bemüht sich das Land Berlin um die Aufnahme des Jüdischen Friedhofs auf die Welterbeliste der UNESCO.

Fotonachweise für den "Rundgang" Komponistenviertel
Bildautoren: Gerhard Zwickert, Berlin; Planungsgruppe WERKSTADT, Berlin; Architekturbüro Hentschel-Oestreich, Berlin; Complan GmbH, Berlin
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin
Grabanlage auf dem Jüdischen Friedhof

Grabanlage auf dem Jüdischen Friedhof
Grabanlagen auf dem Jüdischen Friedhof


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