Städtebau  

 

Stadterneuerung - Pankow - Rundgang Komponistenviertel

Wohnen im Komponistenviertel - erhalten und erneuern -

Wohngebäude in der Herbert-Baum-Straße 32/Gounodstraße 41/43

Das Eckgebäude vor der Sanierung
Das Eckgebäude vor der Sanierung



  • Wohnhaus mit 20 Wohneinheiten
  • Förderung nach ModInstRL 95
  • Programm: soziale Stadterneuerung
  • Sanierung: 2000/01
Die städtebauliche Entwicklung des Komponistenviertels ging einher mit der typischen Ausprägung eines Vorortes der Großstadt Berlins. Die Mischung von Wohnen und Arbeiten auf den Grundstücken bestimmte das insgesamt heterogene Erscheinungsbild. Als Wohngebäude waren sowohl 1- bis 2-geschossige als auch 4-geschossige Mietshäuser und Wohnblöcke mit mehreren Aufgängen vorzufinden. 82 % der Wohngebäude stammen aus der Zeit vor 1919.
Zu Beginn der Sanierung wurde im Gebiet ein erheblicher Erneuerungsbedarf der Wohnbausubstanz festgestellt. Folgerichtig lag der Schwerpunkt der Erneuerung im Gebiet in den ersten Jahren bei den Wohngebäuden. Die umfassende Sanierung der Gebäudesubstanz, die Anpassung der Wohnungen an zeitgemäße Ausstattungsstandards und die teilweise Veränderung der Grundrisse zur Realisierung familiengerechter Wohnungen war hier zu leisten. Mit ersten Maßnahmen wurde bereits vor der förmlichen Festlegung des Sanierungsgebietes, z.B. im Rahmen des Leerstandsbeseitigungsprogramms, begonnen.
Im Zuge von durchgeführten Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen sind zahlreiche Fassaden, auch unter Berücksichtigung erhaltungsrechtlicher Belange, z.B. ortsbildtypische Fensterteilungen oder Fassaden gliedernde Stuckelemente sowie Erneuerung und Ausbau von Dachgeschossen wiederhergestellt bzw. hinzugefügt worden und tragen damit zu einer deutlichen Aufwertung des Stadtbildes bei.

Ein Beispiel für die umfassende Sanierung mit Einsatz von Fördermitteln ist das Wohngebäude in der Herbert-Baum-Straße 32/Gounodstraße 41/43.

Entlang der Herbert-Baum-Straße befinden sich zahlreiche typische Vorstadthäuser mit Vorgärten aus dem Ende des 19. Jahrhunderts zu denen auch dieses Gebäude gehört. Das Eckhaus besaß einen relativ hohen Erneuerungsbedarf, die gestalterischen Merkmale der Entstehungszeit waren beseitigt, das Erdgeschoss und der Vorgarten unattraktiv und nur bedingt nutzbar.

Im Gebäude befanden sich vor der Sanierung 13 Wohnungen und eine Gewerbeeinheit. Mit der Bewilligung der Fördermittel des Programms Soziale Stadterneuerung (ModInst 99) konnten 2000/01 insgesamt 20 Wohnungen, u.a. durch den Ausbau des Dachgeschosses, geschaffen werden. Die Sanierung wurde durch ein Sozialplanverfahren begleitet, so dass Mieter umgesetzt werden konnten bzw. eine andere Wohnung erhalten haben. Der historische Vorgarten an der Herbert-Baum-Straße wurde aufgrund der Besonderheit des Straßenzuges unter Mitwirkung der Denkmalpflege wiederhergestellt und bepflanzt. Die Wiederherstellung wesentlicher gestalterischer Merkmale aus der Ursprungszeit entspricht den gestalterischen Grundsätzen der Erhaltungsverordnung für das Gebiet.

Fotonachweise für den "Rundgang" Komponistenviertel
Bildautoren: Gerhard Zwickert, Berlin; Planungsgruppe WERKSTADT, Berlin; Architekturbüro Hentschel-Oestreich, Berlin; Complan GmbH, Berlin
Der Aufenthaltsbereich im neu gestalteten Hof
Der Aufenthaltsbereich im neu gestalteten Hof


Städtebauförderung - Logos