Wasserturmplatz
Die historischen Wasserspeicher und der Wasserturm sind Zeugnis der ersten Berliner Wasserversorgung von 1856. Die Platzanlage entstand nach Stilllegung der Wasserversorgung nach Plänen des Gartendirektors Paul Mittelstädt 1936.
Der Wasserturm mit Hochreservoir und Wohnungen für Bedienstete der Wasserwerke wurde zum Wahrzeichen für Prenzlauer Berg. Die unterirdischen Wasserspeicher mit ihrer außergewöhnlichen Architektur aus Klinkermauerwerk und Tonnengewölben entwickelten sich zum "Reservoir der Künste".
Der aus Kreisgängen und miteinander verbundenen Kammern bestehende kathedralenartige größere Speicher hat eine sehr eigenwillige Akustik mit Nachhallzeiten bis zu 18 Sekunden. Der kleine Wasserspeicher ist eine runde Halle gestützt durch Mauerwerkspfeiler. Zwei symmetrisch angeordnete Treppenläufe an der Außenwand waren Zugang zum ursprünglich offenen Wasserbecken.
Ausgehend von einem 1994 veranstalteten Kunstevent bildete sich die aus vielen Institutionen bestehende "AG-Wasserspeicher", die es sich zur Aufgabe machte, die historischen, künstlerischen und touristischen Potenziale der bis dato fast vergessenen Wasserspeicher zu erschließen.
Heute haben sich die Wasserspeicher mit den jährlich statt findenden Events der KrypTonale und des RESERVOIR zu einem bedeutsamen Ort leb- und erlebbarer kommunaler Geschichte sowie zu einem bundesweit und international anerkannten Standort zeitgenössischer Kunst entwickelt.