Städtebau  

 

Stadterneuerung - Treptow-Köpenick - Rundgang Altstadt/Kietz Vorstadt

Schlossplatz


Bildleiste verschiedener Ansichten des Schlossplatzes

Das Schloss Köpenick, in den Formen des holländischen Barock 1677 - 1682 vom Baumeister Rutger van Langevelt erbaut, zählt heute zu den bedeutendsten Schlössern der Mark Brandenburg und weist eine wechselvolle Geschichte auf. Seit 1963 befindet sich das Kunstgewerbemuseum im Schloss; seit 1990 gehört es zur Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Das Schloss wurde nach aufwendiger Sanierung im Mai 2004 wiedereröffnet. Die neue Dauerausstellung "RaumKunst aus Renaissance, Barock und Rokoko" gibt einen Überblick über 900 Jahre europäisches Kunsthandwerk.

Der Schlossplatz war der erste Marktplatz der Stadt Köpenick und wurde mit dem Bau des Schlosses aus Repräsentationsgründen neu angelegt. Die städtische Ausrichtung des Schlossplatzes und der heutigen Straße Alt Köpenick auf das Schloss hatten fast 300 Jahre Bestand. Mit der Errichtung der Müggelheimer Straße Anfang der 80er Jahre, wurden der historische Bezug zwischen dem Schloss und dem Schlossplatz grundlegend gestört und die Funktion des Platzes erheblich beeinträchtigt.

Durch die denkmalgerechte Umgestaltung des Schlossplatzes 2003 konnte der bedeutendste städtische Platz der Altstadt jedoch wiederhergestellt und der Eingangsbereich wesentlich aufgewertet werden. In Anlehnung an die Gestaltung um 1900, wurden der Platzbereich und die Grünstraße über das Bund-Länder Programm Städtebaulicher Denkmalschutz originalgetreu gepflastert und mit historischen Leuchten, Bänken und kleinkronigen Bäumen versehen. Die nicht mehr vorhandene östliche Platzkante wird durch einen Pavillon im Stil der 20iger Jahre markiert, der gastronomisch genutzt wird. Wie bereits zwischen 1713 und 1878 üblich, findet auf dem Schlossplatz ein reges Markttreiben statt. Mit der 2004 eingerichteten Fußgängerzone in der Straße Alt-Köpenick und der Grünstraße (Ergebnis der Lärmminderungsplanung) hat die Aufenthaltqualität sichtbar gewonnen, verbunden mit der Hoffnung auf mehr Besucher und Kunden für die Altstadt.

Das markante 1888 errichtete Wohn- und Geschäftshaus Alt Köpenick 31/33 mit dem neubarocken Zwiebelturm war seinerzeit das modernste und vor dem Bau des Rathauses auch das höchste Gebäude Köpenicks. Mit dem Umbau 1910 wurde im 1. OG ein Kino eingebaut, die Lichtspielstätte "Schloßtheater". Nach der Rekonstruktion des Hauses 1995 belebt das "Schlossplatztheater" die Tradition des Hauses durch Konzerte und Theateraufführungen wieder.



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