Städtebau  

 

Stadterneuerung - Treptow-Köpenick - Rundgang Altstadt/Kietz Vorstadt

Katzengraben


Bildleiste verschiedener Ansichten des Katzengrabens

Der Katzengraben entstand um 1700 für die zugewanderten Hugenotten durch Aufschüttung des Inselufers und ist eine schöne Wohnstraße mit kleinstädtisch bescheidener Wohnhausarchitektur. Hier ist noch die typische kammartige Bebauung der Parzellen mit Neben- und Wirtschaftsgebäuden erhalten, die die Wasserseiten der Altstadt bestimmen und die seit 1991 über verschiedene Förderungsprogramme bzw. privat liebevoll saniert wurden.

Das Objekt Katzengraben 3 ist das vielleicht älteste erhaltene Beispiel für ein "Budenhaus". Für Mietbürger, die kein eigenes Grundstück erwerben konnten, errichtete 1765 der Kämmerer Krüger, Besitzer und Bewohner des Hauses Katzengraben 5, ein Fachwerkhaus mit drei Geschosswohnungen, das durch die Restaurierung von 1992 bis 1994 über das Bund-Länder Programm Städtebaulicher Denkmalschutz vor dem Verfall gerettet werden konnte.

In dem 1884 errichteten Mietshaus Katzengraben 16/Alter Markt 4 befand sich das Waschhaus der berühmten Wäscherin Henriette Lustig, das 1994 mit Förderungsmitteln "Städtebaulicher Denkmalschutz" umfassend restauriert wurde. Ziel der denkmalpflegerischen Maßnahmen war es, neben der Reparatur der Stuckfassade insbesondere die Details im Innern des Hauses zu erhalten. Eine sofort erkennbare Qualität ist die wunderschöne Hofbebauung mit Loggia, Gaupen, Vorbauten, Treppen und Hofpflasterung.

Mit der Eröffnung des Katzengrabensteges im Jahr 2000, einer 105 m langen stählernen Schrägseilbrücke, wurde eine fußläufige Verbindung zwischen der Altstadt und dem gegenüberliegenden neuen Wohngebiet Krusenick, mit rund 1.500 Bewohnern, geschaffen. Finanziert wurde die behindertengerechte Fußgänger- und Radfahrerbrücke durch den Investor der Wohnanlage auf dem Krusenick und dem Land Berlin.

Auch der Straßenraum mit den angrenzenden Wassergassen wurde im Rahmen des denkmalgerechten Umbaus von öffentlichen Straßen in der Altstadt Köpenick 2002 und 2004 neu gestaltet. Am Katzengraben entstand eine kleiner Aufenthaltsbereich mit Bank, Pflasterung mit Natursteinen und Bootsanlegestelle zur Baumgarteninsel. Ein Geheimtip ist die Spindlergasse mit der neuen Treppenanlage zum Wasser, der vorhandenen Gastronomie im Katzengraben 19 und der Steganlage der Marina "Aquaris".



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