Städtebau  

 

Stadterneuerung - Treptow-Köpenick - Rundgang Altstadt/Kietz Vorstadt

Eventadresse "Freiheit 15" und Uferwanderweg


Bildleiste verschiedener Ansichten der Umgebung der "Freiheit 15"

Um 1700 wurde auch die Straße Freiheit angelegt; es entstanden Werkstätten und Häuser für französische Wollweber und ab Mitte des 18. Jahrhunderts Textilmanufakturen und Wäschereiunternehmen.

Die ehemalige Knabenschule Freiheit 15 und das ehemalige königliche Amtsgericht Freiheit 16 werden heute durch Fachverwaltungen des Bezirksamtes genutzt. Auf dem Gelände der Freiheit 15 hat sich das Kultur- und Veranstaltungszentrum "freiheit fünfzehn" etabliert. In privater Trägerschaft, einer soziale Einrichtung die mit Behinderten arbeitet, werden neben dem denkmalgeschützten Event- und Theatersaal in der ehemaligen Turnhalle der Dorotheenschule auch eine Bar, ein Restaurantschiff und ein am Wasser gelegener Biergarten betrieben.

Die Turnhalle, die 1907 im Stil der Neo-Renaissance mit Empore und 2-geschossigen Turmbau errichtet wurde, ist nach den Planungen der Architekten Pinardi Mai+Partner Ende der neunziger Jahre über das Bund-Länder Programm Städtebaulicher Denkmalschutz umfassend restauriert und umgebaut worden.

Bei der Sanierung stand der Erhalt des historischen Charakters der Anlage im Vordergrund, insbesondere die Restaurierung der wertvollen Holzkonstruktion des Theatersaales und die Freilegung des ehemaligen Arkadenganges. Ein ehemals offener, heute verglaster Säulengang verbindet die Turnhalle mit dem Schulgebäude. Hier befinden sich der Zugang zum Theater, das Theatercafe und Sanitärräume für die Besucher. Am nördlichen Giebel entstand ein kleiner Anbau, in dem das Kulissenlager und Garderobenräume für die Schauspieler untergebracht sind.

Wohnen am Wasser, Aufenthalt und Freizeit am und auf dem Wasser sind Qualitäten, die es im Sanierungsgebiet zu entwickeln gilt und die zur Revitalisierung und Attraktivitätssteigerung der Altstadt beitragen sollen. 2001 wurde der erste Abschnitt des Uferwanderweges von der Dammbrücke bis zum Grundstück Freiheit 15 fertig gestellt, mit einer Klinkerverblendung statt der bisherigen Spundwände und einer 6 m breiten Wassertreppe aus Stahl. Die Arbeiten wurden mit Mitteln des Arbeitsamtes für die Förderung von Arbeitbeschaffungsmaßnahmen durchgeführt. Gemeinsam mit der Freiheit 15 ist ein öffentlicher Freiraum von großer Aufenthaltsqualität entstanden. Ziel ist es, den Uferwanderweg bis zum Katzengrabensteg fortzusetzen, um damit den wichtigen Lückenschluss in der überörtlichen Grünverbindung bis zum Müggelsee herzustellen.



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