Städtebau  

 

Stadterneuerung - Treptow-Köpenick - Rundgang Altstadt/Kietz Vorstadt

Flussbad Gartenstraße


Bildleiste verschiedener Ansichten des Flussbads Gartenstraße

Gartenstraße 42-50

Der Köpenicker Kietz entstammt einer slawischen Fischersiedlung aus dem 13. Jahrhundert, einer zur Burg gehörende Dienstsiedlung, die 1451 das Fischereirecht erhielt. Mit der Eingemeindung 1898 nach Köpenick veränderte sich der Charakter des ehemaligen Fischerdorfes, in dem sich nun vorrangig Handwerker niederließen.

Der traditionelle Dorfcharakter ist an den vorhandenen schmalen Gassen und der einfachen niedrigen Bebauung heute noch erkennbar. Als Ensemble von 31 weitgehend erhaltenen historischen Hausstellen steht sie seit 1977 unter Denkmalschutz. Mit umfangreichen Mitteln aus dem Förderungsprogramm "Städtebaulicher Denkmalschutz" konnten viele historische Gebäude vor dem Verfall gerettet werden.

Das Flussbad in der Gartenstrasse ist eines der ältesten Bäder Berlins. Auf Initiative des Vereins "Der Cöpenicker e.V." entstanden hier aus einer ehemaligen Bootswerft und den Baracken des alten Bades, das "Hostel am Flussbad" und das Restaurant "Krokodil". In dem alten Wäschereigebäude Gartenstraße 42 sind im Rahmen der Sanierung zusätzlich Seminarräume, eine Ausbildungsküche und ein Veranstaltungssaal errichtet worden. Es ist ein sozial-pädagogisches Kommunikationszentrum entstanden, das Jugendarbeit leistet und in dem man sich Treffen, Erholen und an Projekten mitwirken kann.

Ursprünglich sollte die 1897 errichtete und 1991 wegen Baufälligkeit geschlossene Badeanstalt abgerissen werden. In Eigenleistung wurden Flächen und Gebäude wieder nutzbar gemacht, mit einer Fahrradselbsthilfe- und Medienwerkstatt sowie einem Spielzimmer. 1993 wurde der Badebetrieb wieder aufgenommen. 1995 wurde die benachbarte ehemalige zweigeschossige Bootswerft aufgrund des Zulaufes zu einer internationalen Jugendherberge mit 42 Plätzen umgebaut. 2002 wird das Projekt um das Ausbildungs- und Medienzentrum in den ehemaligen Wäschereiräumen erweitert.

Die Finanzierung des Gesamtvorhabens erfolgte über private Mittel, Sponsorengelder und über Förderungsmittel des Programms "städtebaulicher Denkmalschutz" für das Hostel und das Ausbildungszentrum.



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