Städtebau  

 

Programmübergreifende Informationen

Städtebauförderung


v.l.n.r.: Kunstprojekt in Hohenschönhausen, Foto: Howoge; Leopoldplatz, Foto: Jahn, Mack & Partner; Traveplatz, Foto: BSM mbH; Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz, Foto: Rehwaldt Landschaftsarchitekten

Gemäß Artikel 104 b des Grundgesetzes beteiligt sich der Bund an den Programmen der Städtebauförderung und leistet somit einen Beitrag zur Sicherung wichtiger Investitionen. Die Städtebauförderung soll die Kommunen beim demographischen, sozialen, ökonomischen Wandel und beim Klimaschutz unterstützen. Die Höhe der zur Verfügung stehenden Programmmittel (Ausgaben und Verpflichtungsermächtigungen) wird jährlich im Bundeshaushalt festgelegt und diese mit Abschluss der Verwaltungsvereinbarung Städtebauförderung auf die Länder verteilt.

Mit vier Einzelprogrammen werden in der Städtebauförderung derzeit folgende Schwerpunkte gesetzt:
  • In der Sozialen Stadt geht es besonders um den sozialen Zusammenhalt in den Quartieren, um Integration, auch von Neuzuwanderern aus anderen EU-Mitgliedstaaten und die Bekämpfung von Armut,
  • im Stadtumbau sind Quartiere an demographische und wirtschaftsstrukturelle Entwicklungen anzupassen und städtebaulich neu zu ordnen und es sind die Folgen des Klimawandels in den Griff zu bekommen,
  • in den Aktiven Zentren steht neben der Entwicklung lebenswerter und attraktiver Wohnstandorte auch die Unterstützung des Strukturwandels im Einzelhandel mit neuen Potenzialen durch Partnerschaften vor Ort im Mittelpunkt,
  • im Städtebaulichen Denkmalschutz gilt es den Wert der baukulturellen Identität in der Stadtentwicklung zu verankern, die historische Stadtstruktur und besonders erhaltenswerte Bausubstanz nachhaltig zu erhalten und zu stärken.

Die Städtebauförderung ist ein erfolgreiches Instrument einer nachhaltigen, sozialen und bewohnerorientierten Berliner Stadt- und Quartiersentwicklung. Mit ihr kann auf neue Aufgaben und spezifische Herausforderungen in der Stadt flexibel reagiert werden. Berlin ist eine wachsende Stadt mit vielfältigen Herausforderungen und steht vor der großen Aufgabe die Infrastruktur an den wirtschaftlichen, sozialen, demografischen und ökologischen Wandel anzupassen und zu modernisieren.

Die Städtebauförderung ist für den sozialen und gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Berliner Quartieren unverzichtbar, schafft Wohn- und Lebensqualität und leistet einen wichtigen Beitrag, die Gebiete an demographische Veränderungen, Strukturwandel und Klimawandel anzupassen. Das Programm "Soziale Stadt" hat sich als erfolgreiches Instrument in der Berliner Praxis vor Ort bewährt. Alle Programme müssen auch den neuen Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt gerecht werden

Die Städtebaufördermittel werden in vom Senat festgelegten Fördergebieten eingesetzt. Berlin hat zum Stand 14.07.2015 77 Fördergebiete mit rund 9.400 ha, in denen rund 1,1 Millionen Menschen leben, die sich wie folgt auf die Programme verteilen:

34 Gebiete der Sozialen Stadt,
9 Gebiete des Städtebaulichen Denkmalschutzes,
5 Gebiete Zukunft Stadtgrün,  
19 Gebiete des Stadtumbaus,
9 Gebiete der Aktive Zentren und
1 Sanierungsgebiet.

Räumliche Schwerpunkte sind Bereiche in der inneren Stadt sowie am westlichen und östlichen Stadtrand.
Grundlage der Programmplanungen und der Förderung durch den Bund sind die gebietsbezogenen integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepte, die unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger erarbeitet werden.

Kontakt

Senatsverwaltung für Stadt­ent­wick­lung und Wohnen
Württembergische Straße 6
10707 Berlin

Maria Berning
Tel.: 030 90139-4900
E-Mail: maria.berning@
sensw.berlin.de

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Dokumentation Fachgespräche

Fachgespräch

1. Fachgespräch "Leitbilder für eine sozial verträgliche Stadterneuerung in Berlin", 01.03.2016

2. Fachgespräch "Instrumente für eine sozial verträgliche Stadterneuerung in Berlin", 19.05.2017

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