Städtebau  

 

Städtebaulicher Denkmalschutz – Abgeschlossenes Fördergebiet Spandauer Vorstadt

Freie Waldorfschule Berlin-Mitte, Weinmeisterstraße 16
Architektur der Nachkriegzeit an historischem Schulstandort


Schulhof
Schulhof
Lageplan: Freie Waldorfschule Berlin-Mitte, Weinmeisterstraße 16
Lageplan

Städtebauförderung - Logos

Städtebaulicher Denkmalschutz Berlin - Logo
Der Neubau der Grundschule Weinmeisterstraße, in den Jahren 1950-53 auf dem Schulgelände des im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstörten Sophiengymnasiums errichtet, ist ein herausragendes Zeugnis der Schularchitektur aus den Anfangsjahren der DDR. In der städtebaulichen Figur und in der Architektur knüpft der erste Bauabschnitt in der Steinstraße (1950-51) an die progressive Schulreformbewegung der Weimarer Zeit an. Während dieser Bauteil eine einfache und unspektakuläre, noch der Kriegsmoderne verpflichtete Gestaltung aufweist, dominiert bei dem zweiten Bauabschnitt an der Weinmeisterstraße (1951-53) eine Formensprache, die sich entsprechend der am sowjetischen Vorbild ausgerichteten Baudoktrin am monumentalen Klassizismus orientierte. An der Fassade zur Weinmeisterstraße fasst eine Kolossalordnung die Fenster des Turnsaals im Erdgeschoss und der Aula im Obergeschoss zusammen. Am westlichen Giebel rahmen Doppelpilaster das Hauptportal und die nach außen verglaste Haupttreppe, ein Figurenfries in der Attika bildet den oberen Abschluss.

In einem ersten Bauabschnitt wurden 1997 die Fassaden des Hauptgebäudes an der Weinmeisterstraße und der Fries über dem Portal instand gesetzt. Mit der Instandsetzung der Gebäudehülle der übrigen Bauteile, ausgewählter Treppenhäuser und der Aula wurden in einem zweiten Bauabschnitt im Programmjahr 2002 die geförderten Maßnahmen abgeschlossen.

Seit 2001 nutzt die Freie Waldorfschule Berlin-Mitte als freier Träger die Schulgebäude für eine Halbtagsgrundschule mit Hortbetreuung und eine weiterführende Schule bis zur 13. Klasse in der Tradition der Waldorfpädagogik.
Treppenhaus in Pastellfarben
Treppenhaus in Pastellfarben

Daten

  • Baujahr/Entstehung: 1950-53
    von Rudolf Ullrich (Steinstraße 29-36) und Gerhard Eichler (Weinmeisterstraße 16)
  • Denkmalart: Baudenkmal
  • Eigentümer: Bezirksamt Mitte von Berlin
  • Geförderte Maßnahmen: Instandsetzung Gebäudehülle, Treppenhäuser und Flure, Turnhalle, Aula
  • Architekten:
    Michael Wöber Architekt
    Charlottenstraße 95
    10969 Berlin
  • Fertigstellung: 2005

Links