Städtebau  

 

Städtebaulicher Denkmalschutz – Abgeschlossenes Fördergebiet Spandauer Vorstadt

St. Hedwig-Krankenhaus, Große Hamburger Straße 5 - 11
Krankenhaus in historischen Mauern


Fassade des Hauptgebäudes (1851-54, Umbau 1926-28)
Fassade des Hauptgebäudes (1851-54, Umbau 1926-28)
Lageplan
Lageplan

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Das zu den ältesten Berliner Krankenhausbauten gehörende St. Hedwig-Krankenhaus folgt dem Vorbild des im Diakonissenhaus Bethanien am Mariannenplatz entwickelten Typs einer Flügelanlage mit klassischem Flursystem. Mit dem dreiflügeligen Haupthaus, der Randbebauung an der Großen Hamburger Straße und den im nordöstlichen Teil des Grundstücks zusammengefassten Wirtschafts- und Technikgebäuden repräsentiert das Krankenhaus exemplarisch die Entwicklung der Krankenhausarchitektur von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts. Die gestalterischen Ausdrucksmittel reichen vom neogotischen Stil der Fassaden des 19. Jahrhunderts bis zu expressionistischen Gesimsen und Blendgiebelrahmungen der Bauerweiterung der 1920er Jahre, wobei die gotisierende Architektur den Zusammenhang bestimmt.

Die Förderung der Instandsetzung mit Mitteln des Programms Städtebaulicher Denkmalschutz trug nicht nur zum Erhalt der Gebäude bei, sondern auch zur Sicherung der Krankenhausnutzung an diesem innerstädtischen Standort. Ab dem Programmjahr 1997 erfolgte die Förderung der Gesamtanlage in drei Bauabschnitten, beginnend mit Josefshaus und Vorderhaus an der Großen Hamburger Straße wurde im zweiten Abschnitt das im Hof liegende Hauptgebäude mit OP-Flügel, Kirche, Männerflügel und St. Carolus im Jahr 1998 in die Förderung aufgenommen und mit dem dritten Abschnitt Elisabethhaus, Leichenhalle, Wäscherei und Wohnstift St. Michael im Jahr 2007 abgeschlossen.

Für die Erweiterung der Krankenhausfläche sollte an der Krausnickstraße 17-20 ein Neubau entstehen, dem das leerstehende Gebäude Krausnickstraße 19, ein Mietshaus von 1863, zum Opfer fallen sollte. Der Abriss konnte verhindert, der Altbau in den Neubau integriert und die Sanierung mit Unterstützung von Fördermitteln durchgeführt werden. So wurde nicht nur wertvolle historische Altbausubstanz erhalten, sondern auch eine monotone Neubaustruktur und damit die Zerstörung des Stadtbildes verhindert.

Krausnickstraße 19, der Altbau in den Neubau integriert
Krausnickstraße 19, der Altbau in den Neubau integriert

Daten

  • Baujahr/Entstehung: 1851-55, 1899-00, 1925-28 von Vincenz Statz u. Albert Kinel, Max Hasak, August Menken, Carl Moritz, Wilhelm Fahlbusch
  • Denkmalart: Gesamtanlage
  • Eigentümer: Anstalt öffentlichen Rechts
  • Geförderte Maßnahmen: Instandsetzung der Dächer und Fassaden
  • Architekten:
    Dipl. Ing. Johannes Penzel
    Große Hamburger Straße 30
    10115 Berlin
  • Fertigstellung: Vorderhaus, Josefshaus: 2002;
    Hauptgebäude, OP-Flügel, Kirche, St. Carolus, Männerflügel: 2003;
    Elisabethhaus, Leichenhalle, Wäscherei, Wohnstift St. Michael, Krausnickstraße 19: 2007

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