Städtebau  

 

Städtebaulicher Denkmalschutz – Abgeschlossenes Fördergebiet Spandauer Vorstadt

Franz-Mett Sporthalle
Gormannstraße 13


Lageplan: Franz-Mett Sporthalle, Gormannstraße 13
Lageplan

Städtebauförderung - Logos

Städtebaulicher Denkmalschutz Berlin - Logo
Die Stadt Berlin errichtete 1910 nach Entwürfen des Baumeisters Carl Koeppen den "Central-Arbeits-Nachweis" auf einer Teilfläche des ehemaligen Garnisonsfriedhofes. Das Gebäude umfasste einen Bürokomplex in der Rückerstraße 9 und eine Halle mit Oberlicht und diente zur Arbeitsvermittlung.

In den 1960er Jahren baute die Jugendorganisation der DDR, die "Freie Deutsche Jugend" FDJ als Bauherr das Gebäude in eine Sporthalle um und benannte diese nach Franz Mett, einem im Widerstand gegen die Nazidiktatur engagierten Arbeiter, der 1942 verraten und hingerichtet wurde.

Die Straßenfront, zwischenzeitlich verputzt, besteht aus rotem Klinker und grauem Sandstein, die in horizontalen Bändern die Fassade durchziehen. Im Jahr 1992 schloss der Bezirk die Sporthalle aufgrund großer Instandhaltungsmängel.

Die stark erneuerungsbedürftigen Gebäudeteile (Sporträume im Hinterhaus und Sporthalle Vorderhaus) sind mit Mitteln des Städtebaulichen Denkmalschutzes instand gesetzt worden. In den Jahren 1997 und 1998 begannen die Erneuerung der Gebäudehülle des Vorderhauses und der Sporträume im Hinterhaus. Die Maßnahmen wurden 2001 abgeschlossen. 2008 wurde die Sporthalle im Vorderhaus von innen saniert. Zuletzt erfolgte die Ergänzung der Arbeiten durch die Schaffung eines behindertengerechten Zugangs und den Einbau eines Aufzugs.

Heute wird die Franz-Mett Sporthalle sowohl vom Schul- als auch vom Vereinssport intensiv genutzt und ist zu einem unverzichtbaren Bestandteil der infrastrukturellen Versorgung der Bewohner der Spandauer Vorstadt geworden.

Sporthalle von innen; Foto: BSM mbH
Sporthalle von innen   Fotos: BSM mbH

Rückseite der Franz-Mett Sporthalle; Foto: BSM mbH
Rückseite der Franz-Mett Sporthalle

Daten

  • Baujahr/Entstehung: 1910 von Carl Koeppen
  • Denkmalart: Baudenkmal
  • Eigentümer: Bezirksamt Mitte von Berlin
  • Geförderte Maßnahmen: Umfassende Sanierungsmaßnahmen
  • Bauleitung 1997 und 1998:
    Bezirksamt Mitte von Berlin
    Abt. Bau- und Wohnungswesen
    -Hochbauamt-
    Weinmeisterstraße 7
    10178 Berlin
  • Architekt Sporthalle 2008:
    GSE Ingenieurgesellschaft mbH Saar, Enseleit und Partner
    Von-der-Gablentz-Straße 19
    13403 Berlin
  • Bauleitung Sporthalle 2008:
    Ingenieurbüro Leidel
    Niebuhrstraße 66
    10629 Berlin
  • Fertigstellung: 2001 bzw. 2010

Links